Mai

  Jakob Lass - Drehbuch   

geboren 1981 in Bayern | seit 2009 Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam | 2011 erster eigener Langfilm „Frontalwelle“ | 2013 Förderpreis Neues Deutsches Kino beim Filmfest München für „Love Steaks“ in vier Kategorien | 2014 Max-Ophüls-Preis für „Love Steaks“ | Filmografie: „Bademeister Paul“ (2007); „Suchtgarten“ (2012); „Flauschiges Verderben“ (2012); „Kiss Off“ (2012) | lebt und arbeitet in Berlin  

Jakob Lass schauspielerte seit seinem 17. Lebensjahr, bevor er anfing als Regisseur zu arbeiten. Mittlerweile umfasst seine mit Preisen und Festivalteilnahmen gesegnete Filmografie neben seinen beiden Langfilmen über ein Dutzend Kurzfilme. Zusammen mit seinem Bruder Tom gründete Jakob Lass die Filmproduktionsgesellschaft LassBros. Sein aktueller Spielfilm „Love Steaks“ wurde in Ahrenshoop im Kurhaus gedreht. Unter dem Titel „film residence mecklenburg-vorpommern – Stipendium für Drehbuch“ wird von der FilmLand M-V gGmbH und dem Künstlerhaus Lukas gemeinsam ein Stipendium vergeben. Bekannt gegeben wird der Stipendiat oder die Stipendiatin im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. Überreicht wird der Preis vom Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern: am Dienstag, 6. Mai 2014, um 19:30 Uhr im Schweriner Kino Capitol 1.

Abbildung: Ausschnitt eines Filmstills aus dem Spielfilm „Love Steaks“, 2013

  Ragnheiður Harpa Leifsdóttir - Tanzperformance  

isländische Film-, Theater- und Performancekünstlerin | 2008 - 2012 Studium an der Icelandic Academy of Art in Reykjavík | 2010 Studium des Zeitge-nössischen Theaters an der University of Dartington/England | 2013 Radio-hörspiel „Peacocks of the Arctic” aufgeführt im Rahmen des Kunstfestivals Listahátíð in Grafarvogsbókasafn | 2013 „Heimskaut // Arctic”, Performance und Installation in der Þoka Gallery, Reykjavík | 2012 – TÓM, Installation in einer alten Fischfabrik, Æringur Kunstfestival, Rif, Snæfellsnes | lebt und arbeitet in Hafnarfjörður/Island  

Ragnheiður Harpa arbeitet mit Geschichten, Installationen, Musik und dem Gedächtnis der theatralen Produktion. Ihre Themen kreisen um Gefühle und Momente. Sie setzt sich bewusst mit der Dialektik von Glückseligkeit und Mühe auseinander. Ragnheiður Harpa‘s Radiostück „Peacocks of the Arctic“ wurde im Dezember 2013 vom staatlichen isländischen Radiosender nominiert. „Void – A Family Show“ ist ein Stück das von ihr und ihrer Familie erstellt wurde und seine Premiere beim internationalen Theaterfestival Lokal feierte. Das performativ bearbeitete Gedicht „Abyss“ wurde unter anderem in Dänemark, Finnland und Island gezeigt. Außerdem arbeitet Ragnheiður Harpa installativ und in Kooperation mit anderen Performancekollektiven (wie SheShePop), mit einzelnen Künstlerinnen und Künstlern und in Gemein- schaftsprojekten. Die Galerie wolkenbank wird gemeinsam mit ihr eine Performance-Vorführung in der Hansestadt Rostock produzieren. Während ihres Aufenthaltes wird sich die Künstlerin im übertragenen Sinne mit dem Fliegen auseinandersetzen, das Unbekannte, das Abheben, das Wandern, die farbenfrohe Gedankenwüste. Sie fragt sich: Wie sieht der Stoff des Fliegens aus? 

Abbildung: Ausschnitt aus „SAMAN ERUM VIÐ ENGINN - TOGETHER WE ARE NOBODY“, Performance- und Installationsstück mit Ragnheiður Maisol, 2013

  Katja Musenberg - Malerei/Grafik  

geboren 1968 in Tübingen | 1995 - 1996 Freie Kunst/Skulptur am Camberwell College of Arts, London | 1993 einjähriger Studienaufenthalt in Rom | 1990 - 1995 Visuelle Kommunikation, Fachhochschule Münster | 1988 - 1990 Kunstgeschichte, Romanistik und Publizistik, Westfälische Wilhelms-Universität Münster | seit 1998 Dozentin an der Akademie für Mode und Design Hamburg | lebt und arbeitet in Hamburg  

Katja Musenberg beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Bild und Bildgenese. Dazu kombiniert sie stark stilisiernede und halbautomatisch-direkte Bildverfahren. Alle Verfahren sind in ihrer technischen und zeitlichen Dimension nachvollziehbar. Sie untersuchen, inwieweit die technische Durchsichtigkeit ein Bild verschleiert und ob wiederum die Lesbarkeit der physischen Erscheinung den Bildinhalt in die Ferne rückt. Leere Schutzhüllen von Motorrädern, Schlauchboote ohne Luft oder „Tierbälger“ verweisen nur schemenhaft auf ihre früheren Inhalte oder Funktionen. Durch Frottagen arbeitet Katja Musenberg diese realen Vorlagen nach. Dabei interessiert sie weniger eine lesbare Bilderzählung, als vielmehr das „wahre“ Bild (vera ikon), das durch die Abreibung entsteht. Das mimetische Verfahren bringt eine neue Gestalt hervor. Diese ist abstrakt, hat sich von der früheren Bestimmung der „Hüllen“ emanzipiert und bleibt in ihrer Präsenz schließlich unerklärlich.

Abbildung: Ausschnitt aus „Gegend III (Tipi)“, Öl auf Papier, 199 x 150 cm, 2010

  Sara Pfrommer – Video  

geboren 1980 in Mutlangen | 2008 - 2009 University of Arts and Design und Academy of Fine Arts Helsinki/Finnland | 2005 - 2006 Academy of Fine Arts, Warschau/Polen | 2002 - 2008 Hochschule für Bildende Künste, Dresden, Meisterschülerin bei Monika Brandmeier | 2010 Robert-Sterl-Preis der „Sammelstiftungen des Bezirkes Dresden“ | 2013 Projektstipendium des DAAD auf Achill Island/Irland | lebt und arbeitet in Berlin  

Sara Pfrommer untersucht das Verhältnis des technischen Apparates zur Wirklichkeit. Anregung und Gegenstand ihrer Videoarbeiten sind ausge-wählte Orte in der Natur oder die eigene Person als Akteurin vor der Kamera. Meist legt sie eine experimentelle Situation zugrunde. Wiederholte Handlungen und scheinbar gewöhnliche Ereignisse erfahren eine leichte Verschiebung, um vorher nicht sichtbare Bilder zu enthüllen oder neue Fragen aufzuwerfen. Optische Phänomene oder das schlichte Andauern einer Handlung erzeugen bildnerische Intensität. Stets bleiben ihre Forschungsprozess im fertigen Werk nachvollziehbar. Wenn sie in ihrer Videoarbeit Kuvert in gespielter Zeitlupe Briefumschläge verschließt und ablegt oder mit der Kamera eine Expedition durch eine Restauratorenwerkstatt unternimmt, sucht sie den Gegensatz zwischen Mensch und Maschine zu verkleinern und die Zone zu entdecken, in der subjektive Wahrnehmung und objektive Aufzeichnung verschwimmen. In anderen Arbeiten stellt sie historische Gemälde als „lebendes Bild“ nach und agiert beispielsweise als Vermeers „Mädchen mit dem Perlenohrring“, deren Gesichtszüge nach gut 6 Minuten entgleisen und damit das Bild irritieren. 

Abbildung: Ausschnitt aus „Das Tagebuch der S.“ (Videostill), Video, 8:37 min, Ton, 2012

  Neil Taylor - Malerei/Zeichnung/Installation  

geboren 1964 in Bristol/England | Studium der Fine Arts an der Royal West of England Academy in Bristol und am Central Saint Martins in London | Gruppenausstellungen: 2012 „What are you hiding“ in der Kühlungsborner Kunsthalle; 2013 „Ende“ im Kunstverein Schwerin (E-Werk am Pfaffenteich)  

Neil Taylor ist Maler und Installationskünstler. Der Künstler überzeichnet Druckpapierbögen, verfremdet, vergrößert und installiert Objekte aus unserem Alltag und bringt sie als Rauminstallation in einem neuen Kontext wieder zusammen.


Abbildung: Ausschnitt aus „True Wood“ (No. 505, 42), Tinte, Filzstift, Farbe, Bleistift auf Offsetdruckpapier, 42 x 32 cm, 2012

  Reimo Võsa-Tangsoo - Fotografie  

geboren 1976 in Tallinn/Estland | 1999 - 2002 Kunststudium auf Lehramt an der Tallinn Pedagogical University | 2002 - 2011 Studium der Fotografie an der Estonian Academy of Arts | Einzelausstellungen: 2008 “Fiesta la Peste” in der Hobu- sepea Gallery, Tallinn; 2010 „We wanted the best…“ in der Hobusepea Gallery, Tallinn; 2011 „We wanted the best…“ in der Y Gallery, Tartu | Gruppenausstellungen: 2007 „Transparent Generation“, Vaal Galerii, Tallinn; 2012 „Memoirs from a Cold Utopia“, Tallinna Kunstihoone/Tallinn Art hall, Tallinn | lebt und arbeitet in Tallinn, Estland  

Reimo Võsa-Tangsoo gehört zu den anerkannten Fotografen seines Landes. Er hat bereits mehrere Bücher mit seinen Werken veröffentlicht. Seit 2004 arbeitet er mit der Künstlergruppe „Infotankers“, die sich auf soziale und ökologische Themen konzentriert. Gern arbeitet er in Serien, in denen unsere Begehrlichkeiten zwischen den Generationen thematisiert werden oder in denen unser heutiges Leben dokumentiert wird. Er benutzt dabei bewusst die analoge Fotografie, um Distanz zu den Ereignissen einnehmen zu können – dies soll sich auf den Betrachter übertragen. Dieser wiederum erhält mitunter eine neue, manchmal spielerische Aufgabe, um in den besonderen Blicken oder Momenten der Aufnahmen eine reale Einschätzung oder eine Fragestellung des immer einst Gewesenen selbst zu finden. Reimo Võsa-Tangsoo wird seine Werke in der STP-Galerie Greifswald zeigen. 

Abbildung: Ausschnitt aus „Uus-Kalamaja“, Fotografien, 2013

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