August

  Alexandra Filonenko  Halle  

Geboren 1972 in Donezk | 1991 bis 1996 Studium an der Moskauer Tschai-kowsky-Konservatorium | 1996 bis 2000 Aufbaustudium am Moskauer Tsch-aikowsky-Konservatorium | 1995 bis 1996 Stipendiatin Akademie der Kunst in Berlin | 1998 Stipendium Künstlerhaus Wiepersdorf | 2001 Preis-träger des Kompositionswettbewerbes bei Händelfestspiele | 2004 bis 2005 Stipendium der Musikakademie Rheinsberg | 2005 Gewinner des Komposit-ionsseminars "Arbeiten mit Arditti" des Künstlerhaus Boswil in der Schweiz | lebt und arbeitet in Halle und erhält das Stipendium der Kunststiftung Sachsen-Anh.. 

Alexandra Filonenko arbeitet derzeit an einem Stück für Orchester für das Theater in Gera und an einem Theaterstück für Kammerensemble in Kooperation mit dem Philharmonischen Orchester Halle.

Abbildung: Ausschnitt eines Notenblattes aus "ENDE-STILLE..."
  Heike Geißler  Halle  

Geboren 1977 in Riesa | Studium der Amerikanistik, Geografie und Politik in Dresden, Germanistische Literaturwissenschaft und Altgermanistik in Halle / Saale | 2001 Alfred-Döblin-Förderpreis, 2003 Förderungspreis des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst | Stipendien u. a. Literarisches Colloquium Berlin (2003) und Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf (2004) | verschiedene Veröffentlichungen in Antho-logien und Zeitschriften | erste Romanveröffentlichung "Rosa" (Deutsche Verlags-Anstalt München, 2002).

Heike Geißlers Texte behandeln in vielerlei Hinsicht die Thematik von Kon-struktionen und Konzepten besonders in Bezugnahme auf deren Brüchigkeit. Im Projektstipendium im Künstlerhaus Lukas arbeitet sie mit dem Fotografen Adrian Sauer spartenübergreifend zusammen. Mittels der Vorlage eines ländlichen und Langsamkeit assoziierenden Raumes und dem Landelement Huhn als Fiktion und Faktum spüren sie Zwischenräume als Raum der Vag-heit und Möglichkeit, als dennoch kommunikationsbestimmenden Raum auf.

Leseprobe "Zwei. Ein Zwischenstopp im Hinterhalt"
  Shintaro Imai  Berlin  

Geboren 1974 in Nagano, Japan | Komponist und Computermusiker | Studium der Komposition und Computermusik am Kunitachi College of Music in Tokio bei Takayuki Rai, Erik Oña und Cort Lippe, sowie Komposition bei Philippe Hurel am IRCAM in Paris | zahlreiche Aufführungen bei internationalen Computermusik-Festivals u. a. 1998 beim 5. Computer-Musik-Festival in Seoul (Korea), bei der "International Computer Music Conference" 1999 in Peking (China) und bei den ISCM World Music Days 2002 (Hong-Kong) | mehrere Preise und Stipendien, u. a. erster Preis und Nachwuchspreis bei Musica Nova 2000 (Tschechische Republik), "EARPLAY Composers Prize" 2001 in Kalifornien (USA), "Residence Prize" beim 26. Internationalen elektro-akustischen Musikwettbewerb in Bourges (Frankreich), Auslandsstipendium der japanischen Kulturbehörde 2002/03 | 2000 "Composer in Residence" beim Swiss Center für Computermusik in Zürich (Schweiz) und 2002 / 2003 am Institut für Musik und Akustik des ZKM in Karlsruhe. 2004 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

Shintaro Imais neues Projekt, welches an das Werk "Motion and Glitch Study" anknüpft, ist für Tanz, Violine, Präsentation digitaler Bild Bearbeitung und elektronischen Sound an einem speziellen Ort.

Abbildung: Standbild aus der DVD zur Tanzperformance "Motion and Glitch Study" mit Kauzue Ikeda 
  Uwe Kolbe  Berlin  

Geboren 1957 in Berlin | 1980 erste Buchveröffentlichung "Hineingeboren", Gedichte, Berlin und Weimar, mit einem Nachwort von Franz Fühmann | 1982 Lesung in der "autorenbuchhandlung" Westberlin | Publikationsverbot wäh-rend der 1980er Jahre | 1983-87 mit Lothar Trolle und Bernd Wagner Heraus-geber der Zeitschrift "Mikado" (ohne Druckgenehmigung) | 1987 Übersiedlung nach Hamburg neunmonatiges Stipendium in Worpswede, Herbst / Winter 1989 Austin / Texas (Poet in Residence), 1992 Villa Massimo, Rom | 1993 Friedrich-Hölderlin Preis | 1997 bis 2002 Leiter des "Studio Literatur und Theater" der Universität Tübingen bis 2004 | 2005 Stadtschreiber Rheinsberg | zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt "Thrakische Spiele. Kriminalroman" und "Ortsvoll. Gedichte" (2005).

"Wer auf Antworten aus ist, weil er Orientierung sucht in der verworrenen Welt, muss sich woanders umsehen. Wer erfahren möchte, wie jemand Worte dafür sucht, dass er aus der Welt gefallen ist, findet in Uwe Kolbe einen Kumpanen im Zweifel." [Anton Thuswaldner, Frankfurter Rundschau 6.6.2002] Die Ruhe konzentrierten Wahrnehmens bestimmt viele seiner Texte, Beobachtungen unspektakulärer, alltäglicher Vorgänge, die aber im Zusammenhang zu gleichnishaft aufgeladenen Bildern werden. Die Orte von "Die Farben des Wassers", an denen Uwe Kolbe ins Nachdenken und in die Musik seiner Sprache gerät, liegen, auch wenn an die "Heimat Berlin" erinnert wird, in Süddeutschland, wo die Dialektik zu Hause ist. Hier schaut er, als Fremder in die Fremde, in den Spiegel seiner Sätze, aus dem er sich selbst wie im Märchen oder Mythos als anderer entgegenkommt.

Ausschnitt der Leseprobe des Gedichtes "NEIN"
  Sibylle Prange  Berlin  

Geboren 1969 in Eberswalde | nach Ausbildung als Handweberin Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee | Meisterschülerin bei Prof. Wolfgang Peuker | Studienaufenthalt am Institute for Applied Language Studies Edinburgh, Großbritannien und der Akademie voor Kunst en Vormgeving in 's-Hertogenbosch, Niederlande | 2004 Stipendium der Käthe-Dorsch-Stiftung Berlin | Beteiligung an zahlreichen Gruppenausstellungen | jüngste Einzelausstellungen "Rot. Rot. Und Grün" Galerie am Großneumarkt, Hamburg (2005) und "Balance" Galerie Kre_Ta, Berlin (2005). 

Allen Arbeiten Sibylle Pranges gemeinsam ist der subjektive Ausgangspunkt mit Hang zur Reduktion und Konzentration auf die menschliche Figur in den unterschiedlichsten Zuständen, dem emotionalen, gedanklichen und letztlich der metaphysischen Prozesse und der Relation zwischen Mensch und Umwelt. Sie kommt zu nackten, wenig äußerliche Identifikation stiftenden Gestalten.

Abbildung:  Ausschnitt aus "Gesichter eines Clowns"
  Maren Strack  München / Berlin  

Geboren 1967 in Hamburg | Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München | lebt als freischaffende Choreografin und Performerin in München und Berlin | 1995 Förderstipendium für Theater / Tanz der LHS München | 1998 Sonderpreis für das beste deutsche Tanzsolo, Leipzig | 2000 / 2001 Arbeitsstipendien in Bassum und Stuttgart | 2004 Autorenpreis des Jungen Theaters Bremen | Zu ihren Arbeiten zählen u. a. "ICE Lise Meitner" (1999), "Latex" (2000), "muddclubsolo" (2002), "Ytong" (2005) | Teilnahme an zahlreichen Festivals und Aufführungen u. a. "6 Feet Deeper" (2004) Deutsches Museum München, bei Tanz im August, Berlin (2004); Mime Square Festival, Belgien; in YCAM und bei BankART1929 in Japan (2005) | lebt als freischaffende Choreografin und Performerin in München und Berlin. 

Maren Strack arbeitete in ihren letzten Projekten zusammen mit dem post theater New York / Berlin. Ausgangspunkt sind Biografien berühmter Frauen, die mit Mobilität zusammengebracht werden. Es sind dokumentarische Performances, die ein besonders Kommunikationsmittel und daraus resultierende Bewegungstechniken vorstellen.

Abbildung: Tanzperformance zur 7. Langen Nacht der Kunst "on the fight"
  Adrian Sauer Leipzig.  

Geboren 1976 in Berlin | Fotografiestudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig | Meisterschülerstudium bei Prof. Timm Rautert | 2004 Stipendium des Freistaates Sachsen im Künstlerhauses Schloss Wiepers-dorf I Ausstellungsbeteiligungen u. a. "Vor aller Augen Tromp-l`Œil", Goethe Institut Paris und "Alles was glänzt Zeitgenössische Fotografie aus Leipzig" Kunstverein Göttingen (2005) | 2005 Mitbegründer der Produzenten-galerie Amerika in Berlin | lebt und arbeitet in Leipzig

Adrian Sauer setzt sich mit der Widererkennbarkeit von moderner Zweck-architektur und deren Vorgaben an den Benutzer und Betrachter aus-einander, mit den Unregelmäßigkeiten von Materialien, mit den sichtbaren Oberflächen des Alltäglichen. Seine Fotografien verarbeitet er oft zu digitalen Neukompositionen. Im Künstlerhaus Lukas wird Adrian Sauer zusammen mit Heike Geißler an einem gemeinsamen Projekt arbeiten.

Abbildung: "Restauration, Treppe #2" Ilfochrome, 100 x 69,5 cm, 2004
  Max Schuhmacher  Berlin  

Geboren 1973 in Köln | Studium Dramaturgie Humboldt Universität Berlin und Performance-Wissenschaften an der New York University | 1998 Inszenierung "See Food" in Köln und Berlin I 2001 Stipendium Akademie Schloss Solitude Stuttgart | Kurator für Darstellende Kunst | lebt in Berlin | Im jüdischen Museum Berlin realisierte er 2003 mit M. Böttger die Installation "matchmaker matchmaker". | Die Inszenierung "Heavenly bento" wurde bei der Bonner Biennale 2004 uraufgeführt. 

Max Schuhmacher ist Gründungsdirektor von post theater (new york / berlin), einer Theaterkompanie, die nicht über ein festes Ensemble verfügt, sondern auf die Zusammenarbeit mit Künstlern und Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen gegründet ist. Posttheater ist nach eigenen Anagaben "das erste dezentrale Theater der Welt" und versucht Grenzen zwischen klassischem Theater, moderner Videokunst und zwischen den Kulturen zu verwischen.

Abbildung: aus "Beau Fort 10" Performance mit Maren Strack
  Hiroko Tanahashi  Berlin  

Medienkünstlerin, Mediengestalterin und Filmemacherin aus Chiba bei Tokio, Japan | Studium an der der Filmhochschule der New York University und Multi Media Design und Technologie an der Parsons School of Design, New York | zahlreiche Aufführungen u. a. des interaktiven Theaterstücks "The Last Circus" im Parson Auditorium, New York und auf dem SoloDuoFestival, Berlin (2002) | 2003 Interdisziplinäre Tanzperformance "Turnover (House, Unsettled)", Berlin | Die visuelle Installation "delicious moves" tourte zu dem City of Women Festival in Ljubljana und zum Bangkok Fringe Festival 2004.

Hiroko Tanahashi spezialisierte sich auf interaktive Medien-Kunstwerke, arbeitet als Bühnenbildnerin, Ausstatterin für Film und Theater, entwickelte Performances und Installationen und ist künstlerische Leiterin von post theater.

Abbildung: aus "Figure 8 Race" Performance mit Maren Strack
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