Februar

  Franziska Klose Leipzig  

Franziska Klose wurde 1977 in Halberstadt geboren und studierte Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität Weimar und an der École Super-iéure d´Art Visuel de Genève / Schweiz. Sie lebt als freischaffende Foto-grafin in Leipzig. Auszeichnungen erhielt sie durch den Mainzer Kunstpreis Eisenturm, den Merseburger Kunstpreis für junge Kunst, den 1. Preis beim APPI Kodak Junioren Cup und durch den Ankauf ihres Diploms durch die Kustodie der Bauhaus Universität Weimar. Sie war an zahlreichen Gruppen-ausstellungen beteiligt, u. a. "Festival Voies off" bei der Recontres Inter-nationales de la Photographie Arles, Frankreich (2005). Eine Einzel-ausstellung war u. a. "Subjektive Räume" bei bautzner69 in Dresden.

Das Thema von Franziska Kloses Fotografien ist die Gestaltung einer Ent-fremdungserfahrung. Die Charaktere befinden sich nicht in einer Situation, die sie umfängt, sondern im Gegenteil ihre Isolation und Zerbrechlichkeit zum Ausdruck bringt. Es geht um Individuen, um Portraits, die die Innensicht der Portraitierten zu objektivieren sucht.

Abbildung: "o. T.", 2005 Fotografie aus der Serie PLAYING ALLTAG
www.franziskaklose.de

  Irma Leščinskaitė-Mikuleniene Vilkia / Litauen  

Irma Leščinskaitė-Mikuleniene wurde 1970 in Alytus in Litauen geboren. Sie studierte an der Alytus Kunstschule und anschließend Malerei an der Kunst-akademie Vilnius. Sie erhielt 1996 ein Stipendium in Litauen und in Österreich zur Teilnahme an der Sommerakademie Salzburg. Seit 1997 nahm sie an verschiedenen Symposien in der Ukraine, Italien und Litauen teil. Neben der Beteiligung an zahlreichen Gruppenausstellungen  u. a. 2006 im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop - hatte sie mehrere Einzelausstellungen  zuletzt 2005 in der Galerie "Akademija" in Vilnius.

Ihre Malereien sind eine Mischung aus abstrakten Farbflächen und grafischen auch realistischen Strukturen. Sie lässt sich in ihrer Farbgebung und Themen oft von historischen Themen anregen – z.B. vom Barock oder von Litauischen Kirchenfresken des 18. Jahrhunderts und verbindet diese mit einer abstrakten Malerei.

Abbildung: "Abstract XI Blue", 2002, Öl auf Leinwand und Marker

  Andra Manfelde Riga / Lettland  

Andra Manfelde wurde 1973 in Kuldiga, Lettland geboren und besuchte nach der Grundschule eine Mittelschule in Riga mit dem Schwerpunkt auf Kunst und Design. Ihre erste Publikation war "Das Märchen über den Maulwurf" in der Zeitung "Vides Vestes" (2002). 2005 erschien ihr erstes Buch "Adata" mit autobiografischen Erfahrungen über die Drogenabhängigkeit und eine Gedichtsammlung "Tranšejas dievi rok" ("Laufgraben die Götter") im Verlag Zvaigzne ABC. Sie erwarb das Diplom an der Literarischen Akademie vom Lettischen Schriftstellerverband. Auszeichnungen erhielt sie durch den Literaturpreis Lettland für das beste Debüt (2004) und den Preis Ojars Vacietis für Lyrik (2005).

Andra Manfeldes Erzählungen und Gedichte werden als direkt, naturalis-tisch, emotional und auf die Realität bezogen beschrieben. Sie erzählen neben Autobiografischem von Obdachlosen, Drogenabhängigen, Prostitu- ierten, Kindern auf der Strasse. Mitunter scheint die Poetik antipoetisch zu sein, doch die Autorin balanciert durch eine unmittelbare Beschreibung von Emotionen in ihren Texten auf der Grenze zwischen Kunst und realem Leben.

Abbildung: Leseprobe aus "Die Nadel"
  Madelene Oldeman Skivarp / Schweden  

Madelene Oldeman, geboren 1972, besuchte die Hovesdskous, eine studien-vorbereitende Kunstschule in Göteborg und studierte an der Malmö Art Academy. Sie erhielt ein Jahresstipendium vom Konstnärsnämde (2005) und beteiligte sich an mehreren Gruppenausstellungen u. a. im Rooseum der Malmö Art Academy (2005) und an "SISU", einer Künstlergruppenausstellung in Kabusa (2004) und der Galerie des Kunstvereins Rügen in Putbus (2005). Ihre letzte Einzelausstellung war "Roughly at around the same time as I was assigned to an ‘Activity guarantee’ for unemployed in Malmö I procured seven white mice" in Skånes Konstförening, Malmö (2005).

Madelene Oldeman verbindet grafisches Arbeiten mit verschiedenen Medien. In ihren comic-artigen oftmals raumgreifenden Installationen werden diese Ergebnisse vorgestellt zuletzt in Verbindung mit einem Video zum Thema Arbeitslosigkeit in Schweden.

Abbildung: Wandzeichnung im Museum of Art in Ystad, 2006, Acryl
UNTERWEGS IM FEBRUAR
Im Rahmen unseres internationalen Austauschprogramms erhielt Anja Krüger ein einmonatiges Arbeitsstipendium in der Grafikwerkstatt Simrishamn/Schweden.
  Anja Krueger Greifswald  

Anja Krueger wurde 1980 in Rathenow geboren. Nach einem Studienaufent-halt in Schweden 1998 studiert sie am Caspar-David-Friedrich Institut in Greifswald Bildende Kunst und Kunstpädagogik. Seit 2002 stellt die junge Künstlerin ihre Arbeiten unter anderem in der Galerie "auf der Lyss" in Basel, im Deutsch-Russischen Haus in Kaliningrad, in der Galerie BioTechnikum GmbH in Greifswald und im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop in Ahrenshoop aus. Im Februar 2006 war Anja Krueger Austauschstipendiatin in der schwedischen Grafikwerkstatt Simrishamn. Anja Krueger lebt und arbeitet in Neuendorf bei Greifswald.

Auf ihren Objekten aus Glas erscheint Skurriles, Merkwürdiges und Vergessenes auf der Glasfläche wie auf einem Objektträger. In ihren Zeichnungen gibt sie selten die geschlossene Form auf, öffnet die Fläche. Man ahnt in filigranem Gekritzel Schrift, die geheime Botschaft, die jedes gute Bild wohl auch enthält, die letztlich aber im Begrifflichen nicht aus- und festzumachen ist. Anja Kruegers Arbeiten stehen als Behauptungen, die sich gegen jeden Versuch eines Beweises wehren.

Abbildung: „Weltkarte“, geschmolzenes Glas mit Siebdruck, 2006

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