Januar

  Monika Czosnowska Köln  

Monika Czosnowska wurde 1977 in Stettin, Polen geboren und studierte an der Folkwangschule Universität Essen Fotografie bei Prof. Bernhard Prinz und Prof. Dr. Herta Wolf und an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. Sie lebt in Köln und war an verschiedenen Gruppenausstellungen beteiligt, u. a. 2005 Sammlung MARTa Herford Fundació Centro Ordóňňóde Fotografia, San Sebastian. Ihre erste Einzelausstellung hatte Monika Czosnowska in der Galerie Schweins in Köln.

In ihrer Serie "Matrosen" (2005) beschäftigt sie sich mit den Fragen: Wo decken sich Realität und Phantasie? Welches Bild entsteht, wenn sich die Realität und Phantasie treffen? Bereits zuvor beispielsweise in ihren Serien der Novizen selektiert sie durch eine ganz gezielte Auslese bereits bei ihren Themen. Dabei sucht sie Vorgefundenes in Physiognomien, um dann jedes Bild so genau wie möglich zu inszenieren um letztlich diejenigen auszuwählen, die annähernd etwas von dem verkörpern, wonach sie sucht bei den Novizen vielleicht Reinheit, bei den Matrosen ein romantisches Moment, das sie seit ihrer Kindheit fasziniert. Ganz allgemein gesprochen ist dies vielleicht die Spannung zwischen Askese und Ekstase.

Abbildung: "Nonne", 2004/05 Fotografie aus der Serie NOVIZEN
  Hartmut Dorschner Dresden  

Hartmut Dorschner wurde 1970 in Dresden geboren. Nach einer Lehre als Steinmetz studierte er an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden Saxophon und Komposition bei Thomas Kupsch sowie an der Hoch-schule für Musik und Theater Leipzig Improvisation. Hartmut Dorschner lebt und arbeitet in Dresden. Auszeichnungen erhielt er durch den 1. Preis bei dem internationalen 2. Leipziger Improvisationswettbewerb im Trio mit Andreas Nordheim und Mathias Macht (1998), Stipendien der Akademie der Künste Berlin im Studio für elektronische Musik (2000) und im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf (2000) und den Kunstförderpreis der Stadt Dresden im Rahmen der Künstlervereinigung Blaue Fabrik e.V. (2005).

Hartmut Dorschner war an zahlreichen Improvisations- und Performancepro-jekten beteiligt, u. a. "XANYNON" interaktives Environment Cyneart Dresden (2004) und erhielt verschiedene Kompositionsaufträge, wie vom sächs-ischen Musikrat zur Erstellung und Aufführung der Komposition Europa (2004). "Mein Interesse gilt den Übergangsstadien, der Dynamik zwischen den verschiedenen Formen und Zuständen" so beschreibt der experimentierfreudige Komponist und hervorragende Saxophonist seine zahlreichen Zusammenarbeiten mit Musikern oder Bildenden Künstlern.

Abbildung: Ausschnitt aus der DVD zur Aufführung "Europa", 2004      www.freejazz.de
  Juliane Duda Berlin  

Juliane Duda wurde 1967 in Berlin geboren und studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig sowie der Hochschule der Künste Berlin. Sie war Meisterschülerin bei Katharina Sieverding und lebt als freiberufliche medienübergreifende Künstlerin in Berlin. Auszeichnungen erhielt sie durch ein Auslandsstipendium in Moskau (1998) und ein Arbeitsstipendium des Senats von Berlin. Seit 1995 Einzelausstellungen u.a. "Juliane Duda Resourcen", Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Berlin und zahlreiche Einzel-ausstellungen u. a. "Satelit, Z 2000" in der Akademie der Künste Berlin (2000). 2002 erhielt Juliuane Duda den Marion Ermer Preis.

Ihre computeranimierten Bilder schaffen im Spiel mit Perspektiven und Ober-flächen poetisch verdichtete Raumansichten, die den Räumen ihre zuge-ordnete Bestimmung entziehen, sie ästhetisch befreien und damit auf nicht tatsächlich erkennbare Zwischenräume verweisen. Dudas Arbeiten sind fiktiv aber realistisch. Sie zeigen Gebäude und urbane Zonen als Orte eines merkwürdigen nowhere, im Zustand des Verfalls und in der Situation ihrer Aufgabe. Doch geht es Juliane Duda nicht um die Darstellung urbaner De-pression oder um eine Kritik als vielmehr um eine Strategie des Überlebens.

Abbildung: "Chimäre", 2004 Fotomontage
  Mareike Krügel Hamburg  

Mareike Krügel wurde 1977 in Kiel geboren und studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie lebt als freiberufliche Autorin in Hamburg. Sie erhielt 2003 den Hamburger Förderpreis, Stipendien in der Villa Decius in Krakau (2004), in Rantum / Sylt (05) und im Literarischen Colloquium (05).

2003 erschien ihr erster Roman "Die Witwe, der Lehrer und das Meer"  (Steidl-Verlag). Mit "Die Tochter meines Vaters" (Verlag Schöffling & Co. Frankfurt / Main 2005) legt Mareike Krügel keinen alltäglichen Entwicklungs-roman vor, wie eine ergreifende Familiengeschichte. Ihr trockener Sprach-witz wahrt dabei elegant die Distanz zwischen Schwarzem Humor und Empathie. Mit Präzision und Natürlichkeit beschreibt sie, was nicht nur beim so genannten Erwachsenwerden eine Rolle spielen kann: nämlich das Aus-loten von Distanz und Nähe. Während ihres Aufenthaltes in Ahrenshoop er-fuhr Mareike Krügel, dass Sie den Hebbel-Preis in diesem Jahr erhalten wird.

Abbildung: Titelseite des Romans "Die Tochter meines Vaters", 2005

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