Mai

  Hilke Dettmers Hamburg  
Geboren 1969 in Oldenburg, Studium an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Werner Büttner und Cosima von Bonin und an der UCLA Los Angeles, Beteiligung an zahlreichen Gruppenausstellungen, u. a. im West-werk, Hamburg (2004) und Kunsthaus Hamburg (2003), Einzel-ausstellungen u. a. in  Neapel bei Vico Sedil Capuano "Raum für Raum" (2005) und Galerie Hartwich, Sellin (2003), lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin
Die Menschen, die durch Architektur das Verhalten des Menschen im gesell-schaftlichen Raum lenken, sind in Hilke Dettmers Bildern meist nicht anwe-send. Orte und Räume werden so zu Hilfsmitteln unserer Erinnerungen. Fotos und Skizzen von Reisen oder des Alltags werden als Sammelstücke zu gemalten Collagen, deren Böden Gestaltungsflächen werden oder deren Perspektive ganz aufgehoben wird. Freigelassene Flächen deuten auf ein flüchtiges Sehen wie auf Vergessenes in der Erzählung.
Abbildung: o. T., Öl auf Leinwand                                        www.hilkedettmers.de
  Franziska Groszer Berlin  
Geboren 1945 in Berlin, aufgewachsen in Ost-Berlin und nach einem generellen Auftritts- und Veröffentlichungsverbot 1977 ausgebürgert und nach Westberlin übergesiedelt, Arbeit u. a. als Sekretärin, Fabrikarbeiterin, Lektorin und Redakteurin,  1987 Veröffentlichung des ersten Buches "Rotz und Wasser" und Erich-Kästner-Preis dafür, es folgen Veröffentlichungen in Anthologien, Essays, Rundfunksendungen und zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, zuletzt "Claire und Sophie" (Cecilie Dressler Verlag Hamburg, 2004) und "Der blaue König und sein Reich" (Altberliner Verlag München, 2005), Auszeichnungen durch Stipendien der Preußischen Seehandlung und der Ehrenliste des Heinemannpreises, lebt und arbeitet in Berlin.
Franziska Groszer wird im Künstlerhaus Lukas an Erzählungen und dem geplanten Jugendroman "Die Mauer des fluchenden Gärtners" arbeiten, für den bereits seit vier Jahren Skizzen und Vorarbeiten existieren. Sie erhält ein Stipendium der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin.
Abbildung: Lesprobe aus „Die Mauer des fluchenden Gärtners“
  Lothar Seruset Berlin  
Geboren 1956 in Ulm, Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Meisterschüler bei Prof. J. Schmettau und Prof. E. Strautmannis an der Hochschule der Künste Berlin,  1989 DAAD Jahresstipendium für Amsterdam, 1993 bis 1995 Karl-Hofer-Stipendium, zahlreiche Ausstellungs-beteilungen u. a.  "Trautes Heim", Panzerhalle Groß-Glienicke und Galerie am Chamissoplatz (2001), zahlreiche Einzelausstellungen u. a. Neues Kunsthaus Ahrenshoop (2005), lebt und arbeitet in Berlin.
Die Skulpturen von Lothar Seruset sind nicht selten Artisten. Sie stehen Kopf und stützen mit den Füßen eine Kirche, sie tanzen auf grünen Weltkugeln oder balancieren ein Flugzeug auf dem Kopf. Eingespannt zwischen Symbolen des Universellen und des Persönlichen vollbringen sie einen äußerst schwierigen Akt. Sie sind nicht zuletzt Verwandte der Karyatiden, die in der Antike die Tempeldächer stützten, die ebenso in Künstlerbüchern oder grafischen Arbeiten zu finden sind.
Abbildung: „Torwart“
  Saša Stanišić Leipzig  
Geboren 1978 in Višegrad in Bosnien-Herzegowina, 1992 kriegsbedingte Auswanderung nach Deutschland, Studium des Deutschen als Fremdspra-chenphilologie und Slawische Philologie in Heidelberg, seit 2004 Zweitstu-dium Prosa und Dramatik / Neue Medien am deutschen Literatur-institut Leipzig, Veröffentlichungen in verschiedenen Literaturzeitschriften und Anthologien, zuletzt in EDIT (37) "Wie der Soldat das Grammofon repa-riert" (2005), erstes Hörspiel "Träum! Traum. Traumata:" für den Hessischen Rundfunk, Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung (2006), die Jürgen-Ponto-Stiftung (2005), den Jürgen-Fritzenschaft-Preis (2004) und den Kelag-Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt (2005) für die Erzählung "Was wir im Keller spielten…", lebt und arbeitet in Leipzig
Saša Stanišić arbeitet derzeit am Episodenroman "Wie der Soldat das Grammophon repariert", den der Luchterhand-Verlag im Herbst veröffent-lichen wird. Erzählt werden die Stationen einer Kindheit in einer jugo-slawischen Kleinstadt. Das Buch will erzählen – ausufernd, vital, rasend und daher bisweilen wild und naiv, aber nicht kritiklos. Nicht der große politische Roman entsteht hier, aber ein legenden-detailverliebtes Buch, das die ethnischen, sozialen und die vorkriegszeitlichen (Ver-) Stimmungen zu Beginn der Neunziger im kleinsten Rahmen der Familie, der Schule und des Kinderspiels in ihrer tragikomischen Prägung sichtbar machen will.
Abbildung: Leseprobe aus „Doppelpunktnomade“
www.kuenstlicht.de
  Julia Wolf Berlin  
Geboren 1980 in Groß-Gerau in Hessen, Studium an der Freien Universität Berlin Nordamerikastudien, Lateinamerikanistik und Neue Deutsche Literatur, 1995 und 1997 Gewinnerin des bundesweiten Wettbewerbs "Treffen Junger Autoren der Berliner Festspiele" , 2000 Stipendiatin des Literarischen Colloquiums Berlin, Veröffentlichungen von  Erzählungen in Anthologien (u. a. in "20 unter 30", DVA 2005), in Zeitschriften (Sprache im technischen Zeitalter, 2000) und auf der DVD "Entdeckungen" (Digitale Bibliothek 2004), lebt und arbeitet in Berlin.
In früheren Arbeiten beschäftigte sich Julia Wolf mit Themen wie Körperlichkeit, Liebe und "Frauenfreundschaften". In Künstlerhaus Lukas sollen Erzählungen entstehen, deren Figuren über einen Erfahrungshorizont verfügen, der nicht mit dem der Autorin deckungsgleich ist. Unter dem Arbeitstitel "Valentins Herz und andere Erzählungen" entstehen Geschichte mit einer distanzierten Erzählhaltung, die ein weiteres gesellschaftliches Spektrum erfassen, ohne unterkühlt wirken zu wollen. Julia Wolf erhält ein von der Berliner Senatsverwaltung gefördertes Stipendium im Künstlerhaus Lukas.
Abbildung: Leseprobe aus „Valentins Herz“
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