August

  Walter Bickmann – Berlin  

Geboren 1963 in Münster | 1882-1986 Studium in Bühnentanz | 2001-2002 Ausbildung zum Videodesigner am Institut für neue Medien L4, Berlin |  Sti-pendium. Aufenthaltsstipendium „artist-in-residence“ Schloss Bröllin | Enga-gements als Tänzer an der Staatsoper Wien, am Stadttheater Heidelberg und an der Volksbühne in Berlin | Choreografien u.a.: 1991 „Babylon“, Künstler-haus Wien; 1993 „Erendira“, Stadttheater Stendal; 2004 „JR’s Stiefel“, Was-serspeicher im Prenzlauerberg, Berlin (7 Tänzer); 2006 „Close Up“, Dock 11, Berlin (7 Tänzer, 56 min); 2007 „Simplicity“, Dock 11, Berlin (mit Lydia Klement, 54 min) | lebt und arbeitet in Berlin

Der Videokünstler und Choreograph Walter Bickmann beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit der Umsetzung von Tanz und Choreografie im Film. Die Live-Performance wird mittels einer medialen Videoprojektion realisiert, so dass Bild- und Bewegungsebenen vielschichtig miteinander verbunden werden. Während des Aufenthaltes in Ahrenshoop sollen für das Tanzper-formanceprojekt „Protect me from what I want“ („Beschütze mich vor dem, was ich will“) choreografische Ansätze und Videosequenzen entwickelt werden. 

Abbildung: Ausschnitt eines Fotos aus der Tanzperformance „SIMPLICITY“, 2007
  Jürgen Brodwolf – Kandern  

Geboren 1932 in Dübendorf bei Zürich | 1948-1952 Ausbildung als Zeichner-Lithograph | 1976-1994 Professuren in Pforzheim und Stuttgart  | Ausstellungen u.a.: 1962 Galerie Dr. Krohn, Badenweiler; 1977 Teilnahme an der dokumenta 6, Kassel; 1982 Teilnahme an der Biennale, Venedig; 1992 „Stätten und Stationen“, Institut Mathildenhöhe Darmstadt; 2003 „Sternbilder, Peter Härtling zu Ehren“, Hölderlin-Gesellschaft/ Hölderlinturm, Tübingen;  2004 „Nekropolis“, Museum für Sepulkralkultur, Kassel; 2008 "Die Flut", Kunsthalle Wil  |  Preise und Stipendien u.a.: 1955 eidgenössisches Kunst-stipendium für Malerei; 1968 Stipendium der Akademie der Künste Berlin; 1970 Reinhold-Schneider-Preis der Stadt Freiburg, Förderpreis; 1975 Kunstpreis der Böttcherstrasse, Bremen; 1981 Hans-Thoma-Preis für Malerei des Landes Baden-Württem-berg; 1986 Kunstpreis der Stadt Darmstadt; 1989 Kunstpreis der Stadt Stuttgart; 1995 Kunstpreis der Künstler Düsseldorf | lebt und arbeitet in Kandern/Schwarzwald

Jürgen Brodwolf spielt in seinen Arbeiten mit verschiedenen, oft unkon-ventionellen Materialien, die in der Verbindung mit der Figur einem neuen  Kontext zuführt. Seit 1959 beherrscht die Figur Brodwolfs Schaffen und wird zum charakteristischen Erkennungsmerkmal seiner Werke. In dieses Jahr fällt seine Entdeckung der so genannten Tubenfigur, ausgedrückte Tuben mit Farbresten und Etikettierung, die er zu Figuren umformt. In unzähligen Variationen tritt sie  Brodwolfs Zeichnungen, Plastiken und Objektbildern auf. 

Abbildung: Ausschnitt aus „Altar: Kobaltblau“, Papierfigur, Farbpigment, 1998
  Alekos Hofstetter – Berlin  

Geboren 1967 in Bonn | Philosophiestudium an der Universität Bonn | 1989 Gründung der Künstlergruppe BEWEGUBNG NURR | Stipendien: 1993 Stipen-dium der Stiftung Kulturfonds, Berlin; 1994 Arbeitsstipendium der Stiftung F.AIM, Den Haag; 2003 Stipendium aus den Mitteln des Else Heiliger Fonds, Berlin; 2007 Arbeitsstipendium der Thyll-Dürr-Stiftung | Ausstellungen u.a.: 1995 Kunstkontor, Dresden; 2001 ABEL Neue Kunst, Berlin; 2002 „rethinking: SPACE, TIME AND ARCHITECTURE“, ABEL Neue Kunst Berlin; 2004 Selena Luft Galerie, Toronto Kanada; 2005 Goethe-Institut, Toronto Kanada | lebt und arbeitet in Berlin

Alekos Hofstetter thematisiert in seiner Bilderwelt die Gegensätze zwischen Malerei und Massenmedien, Beständigem und Flüchtigem sowie zwischen Individualität und Universalität. Er entnimmt sein Bildmaterial wie Zitate, ikonografische Werbelogos und Bilder der Filmgeschichte den Massen-medien. Durch den Prozeß des Sampling, einer Technik der Popkultur, werden diese unterschiedlichen Versatzstücke miteinander kombiniert. So entstehen Bilder, die zwar ohne jegliche Plastizität auskommen, aber deren Oberfläche durch malerische Schichtung eine atmosphärische Tiefe erhalten. In Ahrenshoop wird Alekos Hofstetter die Arbeit an einem Bilderbuch fortsetzten, welches sich in einer Serie von Zeichnungen zur menschlichen Position der zeitgenössischen Philosophie äußert.

Abbildung: Ausschnitt aus „Party Pandemonium“, mixed Media auf Papier, 2007
  Benjamin Schweitzer – Berlin  

Geboren 1973 in Marburg | 1989-1993 Vorstudium in Komposition, Musiktheo-rie und Klavier an der Musikhochschule Lübeck | 1993-1998 Studium in Komposition, Musiktheorie und Dirigieren an der Musikhochschule Dresden | 1998-2000 Meisterstudium der Komposition in Dresden und Helsinki | Seit 2006 freischaffender Komponist | Stipendien u.a: 1999 Stipendium des Freistaates Sachsen; 2001 Stipendium Künstlerhaus Stein am Rhein; 2004/ 2005 Stipendium Cité Internationale des Arts Paris; 2007 Stipendium Deu-tsches Studienzentrum Venedig | Aufführungen u.a.: 2000 Libretto zu „Jakob von Gunten“, Theater Meissen; 2005 „fleckkicht“ für Barockorchester, Lucerne Festival; 2006 Libretto zu „Dafne“, Zeitfenster-Festival Berlin; 2007 Ensemblewerk „achteinhalb“, ensemble courage Dresden | Auszeichnungen: 1991 Förderpreis der Stadt Halberstadt; 1999 Förderpreis des Sächsischen Musikbundes | lebt und arbeitet in Berlin

Die Kompositionen von Benjamin Schweitzer siedeln sich vorwiegend auf dem Gebiet der Kammer- und Ensemblemusik an. Allerdings hat er sich, beginnend mit dem Libretto der Kammeroper „Jakob von Gunten“, zunehmend auch dem Musiktheater zugewandt. Seine Werke werden regelmäßig bei herausragenden Festivals und Konzertreihen in ganz Deutschland und im europäischen Ausland aufgeführt, so etwa in Italien, Österreich, Schweiz und in Schweden. Die Zeit im Künstlerhaus Lukas möchte Benjamin Schweitzer für die Komposition seines Akkordeonsolo „hidden tracks“ für die Berliner Akkordeonistin Susanne Stock nutzen.

Abbildung: Ausschnitt eines Notenblattes aus „Malbork I“ (Partitur), für Flöte, Klarinette, Streichtrio und Klavier, 2003
  Sabine Straub – München  

Geboren 1963 in Köln | 1984-1988 Studium an der Hochschule für Ange-wandte Kunst, Wien | 1988-1991 Fachhochschule für Gestaltung, Pforzheim | Seit 2004 verschiedene Lehraufträge und Workshops an den Fachhoch-schulen von Regensburg, Hof/Münchberg und Wien | Stipendien u.a: 1996 Stipendium der Stiftung Kulturfonds Ahrenshoop; Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern und des Départements Midi-Pyrenées; 2002 Stipendium des Künstlergutes Prösitz; 2004 Stipendium des Landes Schleswig-Holstein im Kloster Cismar | Ausstellungen u.a.: | Auszeichnungen: 1993 Debütant-enpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Kultur, Wissenschaft und Kunst; 1996 Brita-Kunstpreis des Symposiums Taunusstein; | lebt und arbeitet in München

Die Plastiken von Sabine Straub sind ihrem Interesse der Erweiterung der konstruktiven Grundregeln um den Faktor Wachstum und Mutation geschul-det. Sie geht dabei von geometrischen Grundelementen aus, die sich aber nicht proportional oder symmetrisch verändern, sondern Gesetzmäßigkeiten durchbrechen. Es kommt zu „mutierten Ordnungen“, die Lebendigkeit und Dynamik entstehen lassen.

Abbildung: Ausschnitt aus „VIER hoch 3“, Installation, Museum Ritter/Waldenbruch, 2006
  Simone Trieder - Halle/Saale  

Geboren 1959 in Quedlinburg | Studium der Sonderpädagogik in Rostock | ab 1990 Regieassistentin an Theatern in Halle/Saale, Karl-Marx-Stadt und Zwickau | seit 1992 als freiberufliche Autorin tätig | seit 2003 Landesvor-sitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller in Sachsen-Anhalt | 2005 Stadtschreiberin von Halle/Saale | Stipendien u.a.: 2002 Stipendium des Landes Sachsen-Anhalt, 2004 Stipendium des Stiftung Kulturfond, 2004 Stipendium des Baltic Centre for Writers and Translators in Visby/Schweden | Auszeichnungen u.a.: von der Stiftung Buchkunst für „Die halbe Nachtigall“ Kurzprosa, 2002, Hasenverlag, gestaltet von Susann Ondrej Meyerhuber als „eines der schönsten Bücher Deutschlands“ | Veröffentlichungen u.a.: „Emil oder eine Maus wird gejagt“ Kinderbuch, Hasenverlag, 1999; seit 2006 teilweise Autorin sowie Redaktion der Mitteldeutschen kulturhistorischen Hefte, Hasenverlag; „Im Prinzip lieb“ Erzählung, Mitteldeutscher Verlag, 2007; „Barcodes“ Ein Buch von Menschen & kaufen, Künstlerbuch, Hasenverlag, 2008 | lebt und arbeitet in Halle/Saale

Simone Trieder schreibt Prosa, Theaterstücke und regionalgeschichtliche Beiträge. Im vergangenen Jahr war sie Teilnehmerin der 46. Sarajevo Poetry Days. Ihre Erlebnisse in Bosnien möchte sie auch literarisch weiterverarbeiten, entweder als Reisebericht oder als literarischen Text, der ihre Reiseerlebnisse zur Grundlage hat. 

Abbildung: Seite aus „IM PRINZIP LIEB“, Erzählungen, 2006
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