Januar

  Maria Bulgakova Lübeck  

Geboren 1965 in Moskau │ 1996-2005 Studium der Komposition und Gesang am Moskauer Tschaikowski Konservatorium (2001 Diplom Kom- position, 2005 Diplom Gesang) │ 2003-06 Studium des Gesangs an der Musik- hochschule Lübeck (2006 Diplom bei Prof. Ute Niss) │ seit 2004 Aufbaustu- dium der Komposition an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Dieter Mack │ Stipendien: u.a.: 2002-03 DAAD Stipendium an der Hamburger Musikschule; 2005 Stipendium der Kathrin-Schütz-Stiftung; 2007 Arbeitsstipendium im Ge- dokhaus in Lübeck │ Aufführungen u.a.: 2004 „La fontana malata“, Eigen- komposition mit dem Ensemble Modern in Frankfurt a.M. und in Berlin; 2006 Teilnahme an der „Heidelberger Biennale für Neue Musik“ │ Engagements als Sängerin u.a.2005 „Eutiner Festspiele“; seit 2005 Zusammenarbeit mit Ensem- ble der Zeitgenössischen Musik „Integrales“ mit Konzert an der Opera Stabile in Hamburg 2007│ Auszeichnung: 2006 Preisträgerin der „Kammeroper Schloß Rheinsberg /Förderung junger Sänger“ │lebt und arbeitet in Lübeck 

Maria Bulgakova konzentriert sich nach ihrem abgeschlossenen Gesangs- studium auf ihre Kompositionsarbeit. Ihr Kompositions-Studium in Lübeck möchte sie mit einer Oper, die im Rahmen des Kammeroper Schloss Rheins- berg Festivals 2008 aufgeführt werden soll, beenden. Um dieses zeitinten- sive Projekt realisieren zu können will Maria Bulgakova ihren Aufenthalt im Künstlerhaus Lukas für die Komposition ihrer Oper nutzen. Das Projekt heißt „Evst- gneev laccht“ – eine Kammeroper frei nach Daniil Charms. Auf Grundlage einiger Prosafragmente D.Charms, einem Vertreter des russischen Absurdentheaters, entwickelt Bulgakov eine Geschichte nach dem Prinzip „Theater im Theater“, wobei die Darsteller zunächst Zuschauer sind und später immer mehr in das Geschehen eingebunden werden.

Abbildung: Ausschnitt aus dem Stück „Lyrik für Anna“, 6 Min., 2004
  Armen Gasparyan Kaliningrad  

geboren 1970 in Gyumri/Armenien │1991- 93 Stipendium im Kumayri-Phoenix Filmstudio │1993-94 Teilnahme am „Screenplay Workshop“ an der Russisch- en Film Universität in Moskau unter der Leitung von V.K. Chernikh │2002 Teilnahme am Baltic Media Center Documentary Co-production Workshop in Riga │seit 2003 Arbeit an den Dokumentarfilmen “Russian Names” und “Forget Gerdaun” │Auszeichnungen u.a.: u.a. für „Territory of Christmas“ (2001): nominiert als „Best TV Documentary“ beim 4th International TV forum „Eurasia“ in Moskau, 2001; „Special Price for creating plastic imagine“ beim „Magnificat“ dem internationalen Filmfestival in Weißrussland, 2005 und für ”The Chronicle of Restorers” (2002): “Special price for quality of picture” beim 3. Internationalen Filmfestival “Kinotavr” in Moskau, 2002 │lebt und arbeitet in Kaliningrad/Russland

Armen Gasparyan arbeitet zurzeit an zwei verschiedenen Projekten. Der Dokumentarfilm „Russian Names“ beschäftigt sich mit der elementaren Frage nach Identität. 140 Kinder wurden am Ende des 2. Weltkrieges in Branden- burg befreit und nach Kaliningrad deportiert. Dort bekamen sie neue (rus- sische) Namen und ein neues Leben. Der Film stellt sich die Frage nach deren wahrer Identität. Das zweite Projekt „Forget Gerdaun“, ebenfalls ein Doku- mentarfilm, handelt von dem russischen Fotografen Juri Pawlov, der in den 1988, das nach schweren Erdbeben zerstörte Armenien besuchte und fotografierte. Jetzt - fast zwanzig Jahre später- kehrte er nach Armenien zurück, um zu ergründen, was übrig geblieben von seinem damaligen Eindruck. Armen Gasparyan hat ihn dabei begleitet. 

Abbildung: Standbild aus der DVD „Chronik der Restauratoren“, 2002
  Kirsten Jäschke Dresden  

Geboren 1966 in Neubeckum │1986-89 Ausbildung zur Keramikerin in Pas- sau │ 1989-95 Studium der Freien Kunst an der Kunsthochschule Kassel │ Stipendien: 1995 und 2001 Arbeitsstipendien im Porzellanwerk Kahla (Thü- ringen); 1997 Arbeitsstipendium im europees keramisch werkcentrum in Hertogenbosch; 2004 Stipendium des Künstlergutes Prösitz; 2005 Stipendium des Künstlerhaus Hooksiel und Projektstipendium der Stadt Dresden │ Einzel- ausstellungen u.a.: 1997 „Air liquide“, Galerie Adlergasse in Dresden; 2002 „Steady State“ Galerie des Westens in Bremen; 2004 „Ablution“, Keramikmu- seum Westerwald in Höhr-Grenzhausen; 2006 „tomografie“, Galerie Adler- gasse in Dresden │ Ausstellungsbeteiligungen u.a.: 2000 „Keramik aus Deutschland 1900-2000“, National Museum of Modern Art in Tokio; 2003 9.Trienale für Form und Inhalte, Museum für angewandte Kunst in Frankfurt a.M. und Museum of Arts and Design in New York │ Auszeichnungen: 1999 Max Laueger Preis (Förderpreis für Künstler unter 35 Jahren), lebt und arbeitet in Dresden

Kirsten Jäschke beschäftigt sich ursprünglich mit Skulpturen aus Porzellan. Neben ihrer plastischen und bildhauerischen Tätigkeit, arbeit sie zurzeit an Zeichnungen und Druckgrafiken. Sehr bedacht ist die Künstlerin auf die stoffliche Komponente. So zeichnet sie ihre geometrischen Formen auf Transparentpapier und beobachtet die entstehenden Werke, die der sym- metrischen Anordnung organischen Charakter verleihen. Ihre Zeichnungen beinhalten meist eine geometrische Struktur verschiedenster Formen, die mehrere Ebenen haben und mit reduziertem Einsatz von Farbe einen ganz eigenen Charakter erhalten. 

Abbildung: „Schaukasten“, Gips, Glas und Stahl, 126 x 78 x 14 cm, 1995
  Agnese Krivade Riga  

Geboren 1981 in Riga/Lettland │ 2006 BA in Public Relations an der Vidzemes Universität │2005 bis heute Kolumnen für die Kulturabteilung der Tageszei- tung „Diena“ │ 2004/05/06 Teilnahme an den „Prosa Tagen Lettland“ und an den „Poesie Tagen Lettland“ mit Lesungen ihrer Werke │ 2006 Aufenthalts- stipendium für 2 Wochen im Internationalen Schriftsteller- und Übersetzer- haus, Ventspils /Lettland │ Veröffentlichungen u.a.: 2006 Erzählung „Desmit dienu diēta“ (Zehn Tage Diät) in der Sammlung: „Ausgewählte Werke der lettischen Literatur“ Diena Verlag; 2007 Gedichtband „Bērnība“ (Kindheit), Verlag Neputns │ lebt und arbeitet in Riga

Agnese Krivade hat im Juni 2007 ihre erste Veröffentlichung, den Gedicht- band „Bērnība“, feiern können. Sie selber beschreibt diese Veröffentlichung als Wendepunkt in ihrem künstlerischen Schaffen. Nachdem sie schon seit 2004 Gedichte und Erzählungen in Zeitschriften veröffentlicht hat, möchte sie sich nun endgültig der Literatur widmen. Von den lettischen Literaturkritikern wird ihre Lyrik als innovativ und völlig neu in der lettischen Literaturszene gelobt. Ihre Arbeit beschreibt die Weltanschauung und Denkweise der jungen lettischen Dichtergeneration. Ihre Gedichte setzen sich u. a. mit der Bezieh-ung zwischen dem Menschen und der Natur in der urbanisierten Welt aus-einander. Zurzeit arbeitet sie neben eigenen Kurzgeschichten, an der Nach-dichtung des deutschen Kirchenlieddichters Paul Gerhardt (1607-1676).

Abbildung: Ausschnitt einer Seite aus dem Buch „Bērnība“ (Kindheit), 2007
  Ruth Mairgünther München  

Geboren 1971 in Barcelona/Spanien I 2000 Diplom nach Design-Studium an der FH Augsburg mit den Schwerpunkten freie Grafik, Schrift und Fotografie I Ausstellungen u.a.: 1999 „Bewegung-Schrift-Individualität“, Jugendbildungsstätte Babenhausen; 2004 „Das kleine Format“, Kunstverein Aichach; 2006 „Ausstellung 13. Kunstpreis“, Kunstverein Aichach; 2007 „Ausstellung 13. Kunstpreis“, Kunstverein Ebersberg; „Ausstellung 14. Kunstpreis“, Kunstverein Aichach I betreibt in München ein Atelier für Gestaltung I lebt und arbeitet in München

Ruth Mairgünther beschreibt ihre Arbeit als eine intensive Auseinandersetzung mit der Frage nach Wahrhaftigkeit, Wirklichkeit und Identität. Der Antrieb für ihre zahlreichen Arbeiten im Bereich der bildenden Kunst ist die Neugier und Leidenschaft, sich mit größtmöglicher Offenheit und Freiheit auf die Suche nach Eigenständigkeit und Authentizität für das jeweilige Werk zu begeben. Welches bilderische Mittel dabei den Vorzug erhält ergibt sich aus der Notwendigkeit der Situation. Das Bild als eigenständige Existenz, mit eigener Wirkung. Unwichtig woher es kommt.
In Ahrenshoop möchte sie sich einem Buchobjekt, in Form von Zeichnungen und Fotografie widmen. Wahrnehmungen und Begegnungen miteinbeziehen, in ein sich zu verwirklichendes Geschehen.



Abbildung: Ausschnitt aus „Zeichnung 16-teilig“, Beize, Grafit und Kreide auf Papier, 2006
  Ines Meier Berlin  

Geboren 1982 in Zittau │ 2000-07 Studium der Freien Kunst an der Hoch- schule für Bildende Künste Braunschweig │2003-04 Stipendium des DAAD an der Ecole Nationale Supérièure des Beux-Arts Paris │2006/07 Meister- schülerin bei Dörte Eißfeldt │Ausstellungen: 2004 „Le fuyard“ Maison Heinrich Heine in Paris │Ausstellungsbeteiligungen u.a.: 2005 „Erfreuliches“, Atelier Schillerpromenade, Berlin; 2006 „Interne Vermerke“, Atelier Weisestraße, Berlin; 2007 „Epson Art Photo Award“, Galleria Grazia Neri, Mailand; 2007 „Jedes Mal ist ein erstes Mal ist ein letztes Mal“ (Meisterschülerausstellung) Virchowstraße, Braunschweig │Auszeichnungen u.a.: 2005 Jugendfotopreis (6.Platz) München; 2006 „Epson Art Photo Award“ (unter den 25 besten Ein- zelkünstlern) Art Cologne │Publikationen u.a.: 2003 „was heißt hier fremd?“ Appelhans-Verlag Braunschweig; 2006 „Emprise Art Award“ Stadtmuseum Düsseldorf │lebt und arbeitet in Berlin

Ines Meier betrachtet die Fotografie als Übersetzungswerkzeug. Dabei arbeitet sie u.a. mit alten Fotografien und Postkarten, deren ursprüngliche Funktion sie adaptiert und für ihre Zwecke transformiert. Wichtig ist ihr dabei auch der Zusammenhang zwischen Bild und Text, Fotografie und Sprache, wobei sie als Grundlage die Rückseiten alter Postkarten und verschiedenste Texte benutzt. Auch in ihren bisherigen Projekten geht sie an das Fundament der Photographie. Was macht ein Foto aus und was geschieht um ein Foto herum? Die Texte geben den Fotos eine neue Dimension und lassen sie in einem neuen Zusammenhang erscheinen.

Abbildung: Ausschnitt aus der Serie „100stes Geländer“, C-Print, 21 x 28,3 cm, 2007
  Florian Neuner Berlin  

Geboren 1972  in Wels / Oberösterreich │ 1990-95 Studium der Germanistik und der Philosophie an der Universität Salzburg, Wien, Frankfurt und schließ- lich an der Humboldtuniversität in Berlin │ 1996 Beginn der freien Mitarbeit beim Rundfunk Berlin-Brandenburg │ 2002 Lese- und Vortragsreise nach China (Universität Beijing und Dalian) │ 2003 bis 2006 Redaktion der Zeit-schrift „per- spektive. hefte für zeitgenössische literatur“ (Graz-Berlin- Wien-Budapest) │ 2005 Beginn der Arbeit für Deutschlandradio Kultur │ Stipendien u.a.: 2001 Literaturförderungsstipendium der Stadt Linz; 2004/06 Arbeitssti-pendium der Landes Oberösterreich; 2006 Aufenthaltsstipendium im Domus Artium, Paliano / Italien; 2006/07 Aufhaltsstipendium Künstlerdorf Schöpp-ing│Bücher u.a: 2004 „Jena Paradies“, Ritter Verlag, Klagenfurt und Wien; 2006 „China Daily“, Kleine idiomatische Reihe, Wien; 2007 "Zitat Ende", Ritter Verlag, Klagenfurt │ Veröffentlichungen in Zeitschriften u.a.: 2006 „Die unzerstörbare Insel“, in: Die Rampe. Hefte für Literatur; 2007 „Zur Gewin-nung des Feuers“, in: Facetten. Literarisches Jahrbuch der Stadt Linz │ lebt und arbeitet in Berlin

Florian Neuners neuestes Projekt beschäftigt sich mich dem Stadtraum Ruhr- gebiet. Das Prosaprojekt soll versuchen das Ruhrgebiet textlich zu konstru- ieren. Florian Neuner interessiert an der polyzentralen urbanen Struktur des Ruhrgebietes besonders der Aspekt, dass es exemplarisch für die Moderne ist. Die Geschichte des Stadtraums verbindet sich in seinen Texten mit der oberflächlichen Beschreibung der Gegenwart, so dass ein abstraktes Bild des Ruhrgebiets entsteht. In Ahrenshoop möchte er weiter an der Umsetz- ung dieses Projektes, dem als theoretischer Hintergrund die urbanistischen Theorien der Situationisten wie etwa Guy Debord dienen, arbeiten.

Abbildung: Leseprobe aus „Ruhr-Text“, 2007
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