Oktober

  Ulrike Feser – Berlin  

Geboren 1970 in Bonn | 1990-92 Architekturstudium RWTH Aachen | 1992-1998 Studium Foto/Film-Design, FH Bielefeld | Stipendien und Preise u.a.: 1995 Reinhart-Wolf-Preis; Goldrausch, 1998 Stipendium für Künstlerinnen, Berlin; 1999 DAAD-Postgraduierten-Stipendium, Hawaii, USA; 2003 Nominierung für den internationalen Medienkunstpreis, ZKM, Karlsruhe | Ausstellungen u.a.: 2003 „Arte Fiera“, Bologna; „Outdoor guy“ Galerie Kamm, Berlin; 2005 „re:site montreal“, Oboro, Montréal; 2006 „Terminals, Hotels & Wunderwelten“, Stadtmuseum Graz; 2007 „Failed hope“, Goetz Palais, Krakau; 2008 „Arrete La Machine!“ Galerie Kamm, Berlin | lebt und arbeitet in Berlin

Ulrike Fesers künstlerische Arbeit umfasst neben Fotografien auch Videofilme und Installationen. Immer wieder geht es ihr um den Themenkreis: Natur als verlässlicher Grund. Dabei beschäftigt sie sich insbesondere damit, wie durch mediale Inszenierungen Ereignisse vergrößert werden und kulturelle Projektionen entstehen.

Abbildung: aus der Serie „repeat to fade“, Fotografie, 1999
  Sabine Hassinger – Berlin  

Geboren 1958 Bad Kreuznach | 1978-88 Studium der Musiktherapie in Wien | Musiktherapeutin im psychiatrischen Großkrankenhaus „Steinhof“, Wien | Stipendien und Preise u.a.: 1988 Senats- stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin; 1993 Aufenthaltsstipendium Amsterdam; 1996 Martha-Saalfeld-Förderpreis vom Ministerium Mainz | 2001 Teilnahme an den Kultur-tagen Lana, Südtirol | 2005 Mitglied der Grazer Autorenversammlung und Beginn der Zusammenarbeit mit ARTuS, Kunst unserer Schulen, Brandenburg | Veröffentlichungen u.a.: 1996 „Kopfmaus“, Prosa, Druckhaus Galrev; 1997 „Die Wortfürsorge“, Bayrischer Rundfunk; 2004 „Putzbuch“, Prosa, Ritter Verlag; 2005 „Das gibt´s nur ein Mal“, Hörspiel, Österreichischer Rundfunk; sowie zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien und Kunstbüchern | lebt und arbeitet in Berlin

Sabine Hassingers schriftstellerische Leidenschaft besteht darin, das Gegebene als Auftrag zu empfinden. Dabei bezieht sie sich im Schreiben auf das Naheliegende, das sie mit ihrem Bewusstsein einzufangen versucht, um genau dafür ihre Sprache zu finden. 

Abbildung: Seite aus dem „Putzbuch“, Ritter Verlag, 2004
  Heino Hellwig – Berlin  

Geboren 1963 in Lübeck | 1983-89 Studium de3r Mathematik an der Universität Göttingen | 1992-99 Kunststudium und Meisterschüler an der HfBK Dresden und der Ecole Nationale Superieure des Beaux-Arts, Paris | 2006 Erwerb einer Tiefdruckwerkstatt | Stipendien und Preise u.a.: 1997 3-mona-tiges DAAD-Arbeitsstipendium für Frankreich und Stipendium der Dresdener Förderwerkstatt für Druckgrafik; 1998 Stipendium des III. Internationalen Künstlerpleinairs im Otto Niemeyer-Holstein Atelier, Lüttenort | Ausstellungen u.a.: 1998 Annenkirche, Dresden; 1999 Große Kunstausstellung, Haus der Kunst, München; 2000 „Vier“ Leonhardi-Museum, Dresden; 2005 Blaue Fabrik, Dresden; 2006 Carl-Lohse Galerie, Bischofswerda | zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Besitz | lebt und arbeitet in Dresden und Berlin

Heino Hellwigs Schwerpunkt seines Schaffens ist die bildnerische Realisation der visuellen Wahrnehmung und der existentiellen Situation. Hierbei stehen elementare visuelle Wahrnehmungen wie Licht, Raum, Farbe, Blick in ihren vielfältigen Erscheinungen im Mittelpunkt seines Interesses. In Ahrenshoop möchte er einige Seestudien anfertigen sowie eine Grafikmappe mit Gedichten von Joseph Brodsky.

Abbildung: Alter Kirschbaum Öl auf Baumwolle, 55 x 60 cm, 2000
  Dietrich Oltmanns – Berlin/Lindenbrück  

Geboren 1956 in Leipzig | 1976-81 Ingenieurstudium an der TH Ilmenau | 1981-83 Industrietätigkeit in Leipzig | autodidaktische Beschäftigung mit Fotografie und Kunst, ab 1983 freiberuflich | 1987-90 Mitherausgeber und Produzent der informellen Zeitschrift „Zweite Person“ | 1988-90 Verband Bildender Künstler | Stipendien u.a.: 1994 Stipendium der Stiftung Kulturfonds, 2002 Stipendium des Kunstvereins Röderhof | Ausstellungen u.a.: 1992 Galerie Faraum, München und Brotfabrik, Berlin; 1993 „Camera Obscura“, Ungarisches Fotomuseum Kecskemet; 1997 Peking Kunstausstellung Berlin; 1999 „Aus eigener Sicht II“, Aspekte-Galerie München; 2000 „Kunstkreuz“, Frankfurter Allee, Berlin | lebt und arbeitet in Berlin und Lindenbrück/Teltow-Fläming

Dietrich Oltmanns unternimmt fotografische Streifzüge durch die sichtbare Realität. Seine Erkundun-gen in Ahrenshoop sollen die Verschiebung des wirtschaftlichen Schwerpunkts der Region hin zum Tourismus fotografisch thematisieren und, nach Möglichkeit, die Haltung der ortsansässigen Bevölkerung dazu umfassen.

Abbildung: Ausschnitt einer Schwarz/Weiß-Fotografie aus der Bildfolge „Resonanzräume“, 1998
  Vera Ohlsson – Simrishamn/Schweden  

Geboren 1948 in Malmö/ Schweden | 1979 - 1983 Studium der Grafik und Malerei an der Kunsthoch-schule und an der Hovedskous Malschule in Göteborg, Schweden | seit 1983 arbeitet sie freiberuflich als Künstlerin | 1989 Mitgründerin der Grafikwerkstatt Brösarp, deren Leiterin sie bis 2002 war | seit 2003 Leiterin der Grafikwerkstatt im südschwedischen Simrishamn | zahlreiche Auszeichnungen durch Stipendien | zudem ist sie als Pädagogin für Kinder, Jugendliche sowie bei der Fortbildung für Künstler im Bereich Siebdruck, Radierung, Holzschnitt und Buchkunst tätig | lebt und arbeitet in Simrishamn

Vera Ohlssons künstlerisches Schaffen umfasst u.a. grafische Arbeiten in der Siebdrucktechnik sowie experimentelle Werke in Verbindung mit Glas. Dabei gehen malerische Flächen und grafische Strukturen eine besondere Symbiose ein, die sie bereits in Kursen des Projektes „Kunst macht Schule“ mehrfach an Schülerinnen und Schülers in Ribnitz vermittelte.

Abbildung: Ausschnitt aus „Lastwagen gelb“, Siebdruck, 2004
  Tor Eystein Øverås – Berlin  

Geboren 1968 in Finnsnes/Norwegen | 1989 -90 Kurs im Kreativen Schreiben in Bergen/Norwegen | 1997 Masterstudium der Literaturwissenschaft, Universität Bergen/Norwegen | 1999-2001 Mitglied des Norwegischen Schriftstellerverbandes | Veröffentlichungen u.a.: „Tittelløs“, Roman,1993; „Fortelleren“, Roman,1993, „Til: En litterær reise“, Essay, 2005 | 1998-2000 Filmkritiker für die Zeitung „Nationen“ | arbeitet als Literaturkritiker für die Zeitungen „Morgenbladet“ und „Klassekampen“ haupt-sächlich für Übersetzungen und Bücher aus Nordeuropa | lebt und arbeitet in Gildeskål/Norwegen

Tor Eystein Øverås arbeitet im Moment an einem neuen Roman, dessen Handlung im Norden Nor-wegens spielt. Darüber hinaus plant er ein Buch mit literarischen Texten über seine Reisen durch Nordeuropa. Darin möchte er die Möglichkeiten und Grenzen dieser Art des Schreibens ausloten.

Abbildung: Leseprobe aus dem Roman „Tittelløs“, 1993
  Tilman Wendland – Berlin  

Geboren 1969 in Potsdam | 1992-99 Studium der Visuellen Kommunikation und Meisterschüler an der Universität der Künste Berlin | Stipendien und Projektförderungen u.a.: 2000 Stipendiat der Akademie der Künste, Berlin; 2001 Arbeitsstipendiums der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen; 2004 Pro-jektförderung „Quicksand“, Senatsverwaltung Berlin; 2005 Residency Pilot Copenhagen-Berlin, Danish Ministry of Culture, Dänemark; 2006 Projektförderung „Was wäre wenn“, Hauptstadtkultur-fonds | Ausstellungen u.a.: 2007 Quantity as Quality, Kunsthalle Exnergasse, Wien; 2006 abgebrannt, Berlinische Galerie; 2006 MMIII, Kunstverein Mönchengladbach; 2005 Research In and Through the Arts, Universität der Künste, Berlin; 2002 Jack Hanley Gallery, San Francisco | lebt und arbeitet in Berlin

Tilman Wendland versucht in seinen Arbeiten das charakteristische Potential eines Orten freizulegen, um aus speziellen Eigenheiten heraus eine neue Skulptur zu entwickeln. Dabei passt er unterschied-liche Materialien so in Räume ein, dass das Ergebnis entweder unwahrscheinlich oder beinahe unauffällig erscheint.

Abbildung: Untitled, PVC 800x600x360 cm, 2004
UNTERWEGS IM OKTOBER
Im Rahmen unseres Austauschprogramms erhielten Anja Geiling für das Klaipeda Cultur Communication Center/Litauen sowie Kathrin Jacobs für das Grafikenshus Mariefred/Schweden jeweils ein einmonatiges Arbeitsstipendium.
  Anja Geiling - Naumburg  

geboren in 1978 in Naumburg | 1996-98 Bauhaus-Universität, Weimar | 1998-2002 Ausbildung zur Goldschmiedin | 2002-06 Studium an der HAWK Hildesheim Metallgestaltung, Schwerpunkt Schmuck | seit 2006 freischaffende Schmuckdesignerin | Ausstellungen u.a.: 2006 Teilnahme am „Nachwuchs-förderwettbewerb“ der Gesellschaft für Goldschmiedekunst e.V mit Ausstellung im Goldschmiede-haus Hanau ; 2006 Tina Schäfer, Galerie für Schmuck Leipzig; 2007 „Intermezzo“, BBK Sachsen-Anhalt; 2007 „Expressionen_Positionen“, Galerie V&V Wien | lebt und arbeitet in Naumburg

Anja Geiling möchte sich während ihres Stipendienaufenthaltes mit dem Thema Kontraste beschäf-tigen. Die ausgewählten visuellen Kontraste dienen dabei als Ausgangspunkt, die gegenüberstehen-den Seiten klar zu definieren und das Spannungsfeld zu beschreiben. Es sollen Kleinobjekte ent-stehen, die im Material variieren können und dürfen.
Abbildung: Ausschnitt eines Schmuckobjektes
  Kathrin Jacobs - Weitenhagen  

geboren in 1971 in Neu-Kaliß / Mecklenburg | 2000-06 Studium der Bildenden Kunst, Kunstpädagogik, Erziehungswissenschaft und Kommunikationswissenschaft an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald | 2002 Eröffnung eines eigenen Ateliers, daneben zahlreiche Workshops, Kurse und Projekte an verschiedenen Bildungsstätten und in der Gemäldesammlung des pommerschen Landes-museums Greifswald | Stipendien u. a.: 2003-06 Stipendiatin der Heinrich Böll Stiftung | Auszeich-nungen u. a.: 2003 1. Preis im Bereich Bildende Kunst, Wettbewerbspreis des Caspar-David-Freid-rich-Institutes | Ausstellungen u.a.: seit 2007 Arbeit als freiberufliche Künstlerin und Kunstpädagogin | lebt und arbeitet in Weitenhagen

Kathrin Jakobs künstlerische Arbeiten knüpfen häufig an alltägliche Abläufe und Gegebenheiten an. Aber auch das Verhältnis von Natur und Kultur, insbesondere die Überformung der Natur durch den Menschen, ist immer wieder Thema. Dabei entstehen Objekte und Installationen, meist in Verbindung mit Sound oder Film.
Abbildung: Ausschnitt aus der Installation „Beinahe“, Objekte, Bauschaum, Acrylspachtel, technische Bauteile, Gummi und Plastik
Seitenanfang