April

  Tobias Falberg – Nürnberg  

geboren 1976 in Lutherstadt Wittenberg | 1995-2001 Studium Wirtschafts-wissenschaft an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg | Seit 2001 Tätigkeit als Marktforscher in Nürnberg und Mitglied der Autorengruppe Wortwerk | Auszeichnungen und Stipendien u.a.: 2004 Stipendium des 8. Klagenfurter Literaturkurses; Stipendium des Deutschen Literaturfonds; Preisträger beim Lyrikwettbewerb des C.H. Beck Verlag; 2007 Lyrikpreis der Nürnberger Kulturläden | Veröffentlichungen: 2001 „Das Mädchen Dasia“ im Wiesenburg Verlag; 2007 „Landschaft mit Ufo“ im Ursus Verlag; seit 2007 regelmäßige Veröffentlichung von Kurzgeschichten in den Fürther Nach- richten; Vertreten im Jahrbuch der Lyrik 2007 und 2008 des S. Fischer Verlages | lebt und arbeitet in Nürnberg

Tobias Falberg beschäftigt sich in seinen Texten und Gedichten mit Umwelt-veränderungen und richtet die Aufmerksamkeit auf den Wandel des industri- ellen und gesellschaftlichen Umfelds. Bruchstücke einer möglichen Zukunft lassen sich erahnen und werden erfahrbar. Anhand von Naturerfahrungen geht er auf die Veränderung der Umwelt ein. Die Natur dient ihm als ein gefühlter und visueller Gegenpol zur Technologisierung und Digitalisierung der Welt, der ihm einen Blick aus der Entfernung auf diese Entwicklung ermöglicht.

Abbildung: Leseprobe aus dem Zyklus „Neurotische Cracker“
  Angelika John - Nevern  

geboren 1956 in Ebersbach | 1976-1982 Designstudium an der Kunsthoch-schule Berlin-Weißensee | 1982-1984 Arbeitsaspirantur an der Kunsthoch-schule Berlin-Weißensee | seit 1986 freischaffend in Nerven bei Wismar tätig | Einzelausstellungen u.a: 1996 Kühlungsborn; 1997 Ahrenshoop, Gutten-berghaus; 2000 Großsedelitz, Barockgarten Großsedelitz – Orangerie; 2000 Ribnitz-Damgarten, Galerie im Kloster; 2003 Wismar, Galerie Hinter dem Rathaus; 2005 Ahrenshoop, Strandhalle Ahrenshoop | Gruppenausstellungen u.a.: 2007 „Zwischenräume“ Hochschule für Musik und Theater Rostock; 2009 Triennale des Norddeutschen Kunsthandwerks Schleswig und Güstrow | lebt und arbeitet in Nevern

Begegnungen, Dialoge oder Konfrontationen - menschliche Beziehungen als Reflexe des Alltages sind die Themen von Angelika John. Dabei sind ihr das Spiel der Farben eine Art visuelle(r) Musik, ein Klangteppich aus Erinnerungen oder Assoziationen, die dann gut für sie sind, wenn das Bild, das Raum- objekt, der ganze Raum zum Träumen verleitet.  

Abbildung: Detail aus der Rauminstallation „3. Planet des kleinen Prinzen“, 2008

  Anja Kümmel – Bremen  

geboren 1978 in Karlsruhe | 1999 – 2005 Studium in Los Angeles, Madrid und Hamburg | B.A. in „Women’s Studies“ und Spanisch | M.A. in „Gender und Arbeit“ | seit 2009 freie Autorin | Auszeichnungen und Stipendien u.a:: 2003 3. Preis Karlsruher Lesenacht der Literarischen Gesellschaft; 2006 Lyrikpreis zum vierjährigen Bestehen von RaumK (Kunst- und Kulturzeitung für Karls- ruhe und Region); 2007 Stipendium Kunststiftung Baden-Württemberg | Ver- öffentlichungen u.a.: 2000 „Stumme Stimmen rufen mich“, Erzählung; 2004 „La Danza Mortale“, Ubooks, Roman; 2005 „Bei lebendigem Leib“, Erzählung ; 2007 „Das weiße Korsett“, Edition PaperOne, Roman; 2008 „Hope’s Obsession“, Morgana Verlag, Roman | lebt und arbeitet in Bremen

„Es gibt Dinge, die größer sind als man selbst“ resümieren die beiden Haupt-figuren in Anja Kümmels Roman „Hopes Obsession“. Schauplätze angekratz- ter Illusionen, Schutthalten zerbrochener Träume oder die Beschreibung quirl- iger Umtriebigkeit und ausgeprägter Gefühlswelten zeichnen ihre Romane aus. Als grazil und feinfühlig wird ihre Sprache beschrieben, wenn sie dem Leser philosophische Fragen nahebringt, beispielsweise: was bleibt, wenn die Erinnerung geht und das Gefühl sich dauerhaft einrichtet. Neben Romanen verfasst Anja Kümmel auch Lyrik und Kurzprosa.

Abbildung: Leseprobe eines Auszugs aus dem Roman  „The Long Way Home“
  Gintarė Radvilavičiūtė - Klaipeda  

geboren 1981 in Klaipeda | 2000-04 Studium der Regie für Puppentheater an der Universität Klaipeda 2004-06 Studium der Regie für Theater an der Uni- versität Klaipeda | seit 2004 Art-Director vom Puppentheater Klaipeda | Preise u. a.: 2004 Auszeichnung vom Litauischen Kultusministerium für Performance „The Woman“ | Performances u. a.: 2009 Ausstattung des Festivals „Karak- umų asilėlis”, Klaipeda/Litauen; 2008 Politisches Puppenbalett „Juoba“, Klai- peda/Litauen; 2008 STraßenperformance „Fiber kid”, Klaipeda/Litauen | 2006 Puppenperformance „Angel’s stories”, Liepaja/Lettland | lebt und arbeitet in Klaipeda/Litauen 

Gintarė Radvilavičiūtė wird in Ahrenshoop an Ihrer neuen Performance „The Thing“ zu Texten von Danill Charms arbeiten. Thematisch setzt diese sich mit Gewaltübergriffen in der Kindheit und den darausfolgenden Auswirkungen auf die später erwachsene Person auseinander. Im Spiel mit Skulpturen wird dieses hochsensible Thema in Ihre Performance einfließen und nach An- schluß ihres Arbeitsaufenthaltes in Klaipeda erstmals aufgeführt.

Abbildung: Puppen
  Hans-Peter Stark – Essenheim  

geboren 1971 in Stuttgart | Studium der Malerei an der Akademie für Bildende Künste, Mainz | Arbeitsaufenthalte: 1996 New York City; 1998 Rom; 2002 Ecole Supérieure des Beaux-Arts, Toulouse | 2002-2004 Meisterschüler bei Prof. Winfried Virnich | Preise u. Stipendien u.a.: 2001 Preisträger beim Bosch WORKART Förderpreis, 2002 Salzburg-Stipendium der Stadt Mainz | Ausstel-lungen u.a.: 2000 „u gOOd iF u cO@L...“, Brigitte March Galerie, Stuttgart; Galerie der Stadt Fellbach, 2003 „wHaT’s wRoNg?“, Galerie starsonstripes. com, Hamburg, 2006 Kunstverein Schwetzingen, 2007 „The Tune of Gather- ing“, Galerie Greulich, Frankfurt | Ausstellungsbeteiligungen u.a.: 2008 „Fieber tief in den Taschen“, Schloß Waldthausen, Mainz; Kunstpreis Europäische Kunstakademie Trier, 2009 „Menschenbilder“, Museum Abtei Liesborn | lebt und arbeitet in Mainz

Hans-Peter Stark fügt in kombinierten Hängungen Einzelbilder zu Formen wie Block oder Fries zusammen. Dabei entstehen fragmentarische Bilderge-schichten, die der Betrachter durch seine Assoziationen und Erinnerungen individuell vervollständigt. In seinen Objekten führt Hans-Peter Stark die Bildmittel seiner Malerei weiter. So wird der Betrachter zum Erkunder im Raum, der verschiedene Blickwinkel zu einem Ganzen zusammensetzt.

Abbildung: Ausschnitt aus „the grey table“, Öl und Spraylack auf Leinwand, 2007

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