Januar

  Astrid Busch – Berlin  

geboren 1968 in Krefeld | 1995-2000 Akademie der Bildenden Künste Nürnberg | 2000-2003 Kunsthochschule Berlin-Weißensee | 2003 Meister-schülerin bei Prof. Katharina Grosse | Preise und Stipendien: 2008Triangle International Workshop Program, New York |  2006 Goldrausch Künstlerinnen Projekt Art IT | 2004/05 Nafög Stipendium des Berliner Senats | 2003 Anne- Biermann-Preis der Stadt Gera |  Ausstellungen u.a.: 2009 "Lebt und arbeitet in ...", Kunsthaus Nürnberg |  2009 "Feel the force", CGP London |  2009 "Photocinema", internationales Fotografiefestival Derby |  2008 "wide Ageles", Stedefreund Berlin |  2007 Galerie Alexandra Saheb, Berlin |  2007 "Ein Anderer", Delikatessenhaus Leipzig |  2007 Fotosommer Stuttgart, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart | lebt und arbeitet in Berlin



Astrid Busch arbeitet ortsbezogen, ausgehend von dem Ausstellungsort und von den Einflüssen aus Film und Literatur. Die Bildmotive treten in einen Dialog mit dem realen Raum, erweitern und transformieren ihn ins Fiktive und lassen neue Geschichten entstehen. Die Fotografie ist nicht nur eine Bild an der Wand, sie wird zur Intervention oder gar zu einem architektonischen Teil des Raums. Ihre Fotoarbeiten können als gut durchdachte Film-Stills inter-pretiert werden, wobei uns der Plot des Films vorenthalten wird. Die zeit-losen, offenen und mehrdeutigen Erzählungen transportiert die Künstlerin mittels Foto- und Videoarbeiten sowie ergänzenden Projektionen und instal-lativen Eingriffen.  

Abbildung: Ausschnitt aus: „c-print # 05“, 2005
  Ute Ludwig – Berlin  

geboren 1961 in Kassel | Ausstellungen u.a. 2009 Kunstausstellung Villa Kobe | 2008, 2005, 2004 Galerie Seitz, Berlin | 2004 Seyerlein - Fotografie, Berlin | 2003 Kunsthaus Essen | 1999 Westfälischer Kunstverein Münster und Stedelijk-Museum Amsterdam |  Publikationen u.a.: 2006 "Bilder inmitten der Stadt", mit texten von Gennadji Ajgi | 2005 Ars Interpres und N.Y. Arts Magazine |  2003 "Flughafen Tempelhof", Contract Maint, Marseille |  1995 "Über die lange Horinzontale", Kleinheinrich Verlag Münster |  lebt und arbeitet in Berlin

Die cuts, Messerschnitte aus Buchbinderkarton, sind Übertragungen von Computerzeichnungen, denen Photographien von sich überlagernden Ästen, Plastiktüten oder japanischen Kriegerhelmen zugrunde liegen. Den Objekten, die auch mittels Lasercut und Forex  ausgeführt werden, ist eine Form abstrahierter Räumlichkeit eigen, die durch das Verhältnis von Leerstelle und künstlerisch geschaffenem Körper entsteht.


Abbildung:  Ausschnitt aus: ohne Titel, Messerschnitt, 2008
  Max Sudhues – Berlin  

geboren 1977 in Münster | 1997-99 Hospitanz in der Volksbühne, Berlin und bei der Jost Hering Filmproduktion, Berlin | 1999-2005 Kunstakademie Mün- ster, Meisterschüler bei Prof. Timm Ulrichs | 2006-2007 Postgraduate Studies an der HISK, Hoger Instituut voor Schone Kunsten, Antwerpen und Gent | Preise und Stipendien: 2002 Europastipendium der Kunstakademie Münster für Reykjavik | 2005 Tim-und-Struppi-Preis | Preisträger des 17. Wettbewerbs „Kunststudenten stellen aus“, Bonn | 2006 und 2008 Unterstützung durch die Kunststiftung NRW, Düsseldorf | 2006/07 Stipendium „Transfer“, NRW-Türkei, Istanbul und Izmir | DAAD-Stipendium für Belgien | 2008 Förderpreis Bildende Kunst, GWK, Münster | Ausstellungen u.a.: 2010 "Home before dark", Nassauischer Kunstverein Wiesbadeb | 2010 "Open Light in Private Spaces", 1. Lichtkunstbiennale Ruhr |  2009 "GLOW", internationales Forum zu Licht und Kunst, Eindhoven |  2009 "Eine Höhle für Platon", Villa Ingenohl, Montag Stiftung Bildende Kunst, Bonn |  2008 Pluto, S.M.A.K., Gent/Belgien |  2008 "Behausungen im Dschungel, Galerie Christian Lethert, Köln | lebt und arbeitet in Berlin

Max Sudhues stellt das Ausloten von Räumen und Umgebungen, von men- schlichen und vom Menschen geschaffenen Innen- und Außenwelten in den Mittelpunkt seiner Arbeiten. Durch den Einsatz verschiedener Projektionstech- niken und die Vermischung gegensätzlicher Eindrücke (Stadt-Land, Technik-Natur) entstehen kleine absurde und gebrochene Installations-Erzählungen. Diese Vermischung verschiedener Projektionsarten findet sich in vielen Instal-lationen von Max Sudhues wieder. In der Tradition der Collage erzeugt der Künstler so Bildwelten, deren Ursprung sichtbar, aber nicht mehr eindeutig zuzuordnen ist. Dabei versucht er, die benutzte Technik durch Verbindung mit „poverem“, d.h. armen Material und durch visuelle Offenlegung zu entzau- bern, ihren Wert in den Hintergrund zu stellen, um so die stärkere Ausstrahl- ung der entstehenden Bilder und Projekte in den Vordergrund zu rücken.

Abbildung: Ausschnitt aus: „Le ciel dans une chambre“, Installation,  2009
  Valery Voronov – Köln  

geboren 1970 in Moskau | Studium an der Glinka-Musikfachschule und an der Musikakademie Minsk bei Dimitri Smolsky | seit 1995 Kompositionsstudien bei Krzystof Meyer an der Hochschule für Musik, Köln und Meisterkurs bei Georg Katzer auf dem Schloss Rheinsberg | 2001-03 Studio für elektronische Musik an der Musikhochschule Köln | Preise und Stipendien: 1992-94 Tschaikovsky-Stipendium des Kulturministeriums von Weißrussland | 1994 1. Preis beim Kompositionswettbewerb Weißrusslands | 2001 1. Preis beim Kompositions-wettbewerb zur Eröffnung des Werner-Richard-Saales in Herdecke | 1. Preis beim 5. Internationalen W. Lutoslawski Kompositionswettbewerb | 2002 Preis des 8. Internationalen Kompositionswettbewerbs im Rahmen des Wiener Sommer-Seminars für Neue Musik | 2003 Kompositions-Stipendium der Stadt Tübingen | 2005/06 Einladung ins Künstlerhaus Boswil | 2005 Preis bei den Pythian Games St. Petersburg | Werke: 1994 „Zweite Klaviersonate“ | 2001 „Autumn Music“ für 13 Streicher | „Andante Luminoso“ für großes Orchester | 2002 „Zentaur I“ für Flöte und Flügelsaiten | Kompositionen für Theater-, Radio- und Filmprojekte | lebt und arbeitet in Köln





Valery Voronov gehört neben Dmitri Kourliandski, Boris Filanowski, Sergej Newski, Anton Safronov und Alexei Sioumak, ebenfalls Komponisten aus Moskau, Petersburg und Minsk, der 2005 gegründeten Structural Resistance Group (StRes) an. Gemeinsam ist ihnen die Ablehnung akademischer Traditionen in ihren Kompositionen. Dieser Anspruch lässt sich auch in Valery Voronovs aktueller Arbeit erkennen, einer Komposition für acht Interpreten, die gemeinsam mit dem e-mex Neue Musik Ensemble Köln zur Aufführung gebracht werden soll. Die Besetzung besteht aus Flöte, Klarinette, Klavier, Akkordeon, Schlagzeug, Violine, Viola und Violoncello. Gekennzeichnet ist das Werk durch Kontraste in der Artikulation und Dynamik, die sich auch in der zweiteiligen Gliederung der Komposition ausdrücken. Im ersten Teil steht das Klavier im Mittelpunkt, dessen Impulse von den anderen Instrumenten gespiegelt werden. Der zweite Teil ist eine Tutti-Episode, in der jedes Instrument gleichberechtigt eingesetzt werden soll.

Abbildung: Ausschnitt aus einem Notenblatt mit Text von V. Sorokin, 2005
  Andreas Martin Widmann – Mainz  

geboren 1979 in Mainz | Studium der Germanistik, Anglistik und Theaterwis-senschaft in Mainz | 2008 Promotion in neuerer deutscher Literaturwissen-schaft | 2008/09 DAAD-Sprachassistent am Royal-Holloway-College, University of London | Preise und Stipendien: 2005 Preisträger beim Jungen Lite-raturforum Hessen-Thüringen | Zweiter Preis beim Schiller-Essay-Wettbe-werb der Universität Jena |  2006 Zweiter Preis beim Essay-Wettbewerb der Zeitschrift Merkur | 2008 Stipendiat des Klagenfurter Literaturkurs| 4. Preis beim fm4-wortlaut-wettbewerb | 2009 Stipendiat der Autorenwerkstatt Prosa des LCB | Arbeitsstipendium des Hessischen Literaturrats (Prag) | Literar-ische Veröffentlichungen u.a.: 2005 „stummfilm“, in Nagelprobe 22 | „Aus-kunft“, in L. Der Literaturbote 79/80 | 2006 „Schneckenhäuser“, in L. Der Literaturbote 82/83 | 2007 „Ich gehe die Straßen“, in SIGNUM. Blätter für Literatur und Kritik | 2008 „Drei Wochen“, in L. Der Literaturbote 89 | „Strand“ in: Verspielt. Wortlaut 2008. Die besten Texte. 2009 erschien sein Buch „Kontrafaktische Geschichtsdarstellung“. Wissenschaftliche und literatur-kritische Beiträge u.a. in Focus on German Studies, Moderna Språk, Neophil-ogus, Literaturnachrichten Afrika Asien Lateinamerika, titel-magazin, elephant | lebt und arbeitet in Mainz

Andreas Martin Widmann arbeitet aktuell u.a. an einem längeren Romanwerk. Das Romanprojekt unter dem Arbeitstitel „Ödes Land“ erzählt von Andreas Dawin, der während der Recherchearbeit für seine Dissertation auf den obskuren ehemaligen DEFA-Regisseur Traugott Zoske stößt. Zoske erzählt ihm von den Dreharbeiten für seinen letzen Film, einem Monumentalwestern, der 1974 in Ungarn gedreht wurde, aufgrund persönlicher und kulturpolit-ischer Verwicklungen aber nie gezeigt wurde und in den Archiven der DEFA verschwand. Anhand der gemachten Aufzeichnungen erinnert sich Dawin im zweiten Teil des Romans auf der Fahrt zu Zoskes Beerdigung an die Be-gegnung mit ihm zurück.



Abbildung: Leseprobe aus der Erzählung „Fluss“
Seitenanfang