März

  Neringa Bumblienė - Klaipeda/Litauen  

geboren 1982 in Siauliai/Litauen | 2004 Abschluss der Akademie der Künste Vilnius | Einzelausstellungen u.a.: 2008 „Shell“, Klaipeda Cultural Communi-cation Center │ Ausstellungsbeteiligungen u. a.: 2006 Ausstellung konzept-ueller Kunst „Ultima ratio“ des internationalen kontinuierlichen Projekts „Art Today“, Kaunas | 2007 Leipziger Buchmesse, Deutschland | 2008 Gruppen-ausstellung „Golden Egg“, Vilnius | 2009 Galerie „Laiptai“, Siauliai | 2009 „JEKlai(pe)da“, Klaipeda Ausstellungs-Halle | 2009-11 „JCE-Jeune Creation Europeenne“ Biennale zeitgenössischer Kunst Montrouge, Frankreich | lebt und arbeitet in Klaipdea/Litauen
  Mindaugas Bumblys - Kleipeda/Litauen  

geboren 1983 in Klaipeda/Litauen | 2001 Abschluss des Klaipeda Eduards Balsys Gymnasiums der Künste | 2005 Abschluss der Akademie der Künste Vilnius | Ausstellungsbeteiligungen u. a.: 2006 Ausstellung konzeptueller Kunst „Ultima ratio“ des Internationalen kontinuierlichen Projektes „Art Today“, Kaunas | 2009 Performance „Flesh“ Cultural Communication Center, Klaipeda | 2009 „JEKlei(pe)da“, Klaipeda Ausstellungs-Halle | 2009-11 „JCE-Jeune Creation Europeenne“ Biennale zeitgenössischer Kunst Montrouge, Frankreich | lebt und arbeitet in Klaipeda/Litauen

Beide Künstler arbeiten mit dem Verständnis, dass Kunst die naheliegende Umwelt entwerfen und wiedergeben sollte. Kunst als Form des Abbilds der naheliegenden Umwelt, als Relevanz, als Beeinflussung, als Zusammen-fassung menschlicher Synthese von Instinkten, Gewissen und der innewo-hnenden Seele. Aus diesem Verständnis heraus arbeiten die Künstler mit ebenso unkonventionellen und natürlichen Mitteln wie Wachs, Haare, Körper – die der Verständlichkeit dienen und zum Nachdenken anregen sollen.

Abbildung: ohne Titel, Malerei-Performance, Acryl auf Karton, 120 x 180 cm, 2009
  Karolina Erlingsson - Malmö/Schweden  

geboren 1980 in Simlångsdalen │ 1999-2000 Art Science, Halmstad Högskola │ 2000-02 Art Studies, Gerlesborgsskolan Bohuslän │ 2003-08 Studium an der Malmö Art Academy, Master of Fine Arts of Visual Arts │ Stipendien u. a.: 2002 Col Art Stipendium, Gerlesborgsskolan │2006 Malmö Art Academy Studio-Stipendium, Berlin │ 2008 Edstrandska Stiftelsens Stipendium │ 2008 Frühlingsstipendium, Hallands Kunstförderung │ 2008 Malmö Stad Studio-Stipendium │ Einzelausstellungen u. a.: 2008 „eme emauto“, Garaduierten-ausstellung, KHM Galerie, Malmö │ 2008 „eolin“, Tornrummet vid Torntorget, Kulturnacht Halmstad │ 2009 „scenario“, Abandoned Galerie, Malmö │Aus- stellungsbeteiligungen u. a.: 2007 „até à ultima silaba de tempo gravado“, Espaco Avenida, Lissabon │ 2008 „portrait of a tree. 1 september 2007“, Halmstad Länsmuseum │ 2009 „ODDA, Fotografi i Fokus“, ADDO, Malmö │ 2009 „MKH“, Galerie Arnstedt, Östra Karup │lebt und arbeitet in Malmö

Karolina Erlingsson beschäftigt sich mit Geschichten und Märchen und wie sie mit dem Medium Video erzählt werden können. Jeden Tag sucht sie nach neuen Geschichten, die nicht offensichtlich sind, die im Verborgenen liegen. In ihrer Arbeit finden diese ihre eigene Zeit. Auch wenn sie in der Vergang-enheit spielen, haben sie immer einen Bezug zur Gegenwart, zur Gegenwart des Betrachters.  

Abbildung: Ausschnitt aus „in the darkness of her sofa“ (her composition), Digitaldruck, 44,7 x 67,1 cm, 2010
  Emma Gunnarsson - Malmö/Schweden  

geboren 1978 in Ystad/Schweden | 2000 - 2003 Grafikstudium an der Universität Bergen/Norwegen | 2002 – 2004 und 2006 Gaststudium an der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen | Austauschstudium für Druckgrafik an der School of fine Art in Briston/England | Einzelausstellungen u.a.: 2007 Der Ausstellungsraum der Galerie m, Mariestad; 2008 Galerie Rostrum, Malmö | Ausstellungsbeteiligungen u.a.: 2008 Künstlervereinigung Limhamns, Malmö; 2009 Orust Kunsthalle; 2010 Kunsthalle Edsviks | sie lebt und arbeitet in Malmö und ist Mitglied der Kollektiv-Künstlerwerkstatt Malmö

Emma Gunnarsson möchte in ihren Werken das Gefühl für eigene Träume vermitteln, um nicht zu richten über Realität und Fiktion. Alles lebt ihrer Auffassung nach zusammen bzw. gleichzeitig in einem Dasein, wo alles möglich, mystisch und geheimnisvoll ist. Die grafische Technik Polymer, eine besondere Form der Radierung, in der Photografien einbezogen werden können, verdeutlich in den Arbeiten von Emma Gunnarsson diese Geheimnisse auf besondere Weise. 

Abbildung: Ausschnitt aus „Eden in Decay“, Fotopolymer-Druck, 2009
  Arne Johnsson – Lindesberg/Schweden  

geboren 1950 in Madesjö/Schweden | Auszeichnungen u.a.: 1995 Literatur- preis der Zeitung Aftonbladets, Stockholm | Gerard Bonniers Lyrikpreis | 1998 Samfundet de Nio Winterpreis | 1999 Lyrikpreis der Gustaf-Fröding-Gesell-schaft | 2001 Östrabo-Preis | 2007 Literaturpreis des Schwedischen Tages- blatt | 2008 Bellmans-Preis | Werke u.a.: 1985 Förvandlingar | 1986 Himmels- färd (snart grönskar alla träd) | 1988 Ett paradis, trängt | 1992 Dess ande kysst | 1994 Fåglarnas eldhuvuden | 1998 Marken lyste även i drömmen | 2000 För länge sedan var vi vid en sjö | 2002 Del av detta och avskild som alla | 2004 Där med längtan spilld ut i larmet | 2007 Bäras utan namn till natt till morgon | lebt und arbeitet in Lindesberg/Schweden

Arne Johnsson schreibt über Poesie folgendermaßen: „Wohin auch immer dein Herz, dein Geist oder deine Habe dich tragen, auf Reisen oder Aufent-halte, sei es Indien, die USA, Schweden, Europa, die baltischen Länder, du trägst immer deine Erinnerungen und deine wesentlichen Gedanken über Verlassen und Bleiben, Sehnsucht und Vergessen, mit. Und du lebst in der Realität und deine Träume sind immer mit dir – du bist hier, aber im selben Moment bist du inmitten eines unendlichen Flusses von Impressionen von Geschmacksrichtungen, Gerüchen, Tönen, Musik, Menschen, Sprachen, immer irgendwo anders. Poesie könnte dort entstehen.” Arne Johnsson be- tätigt sich auch auf dem Feld der Literaturkritik, zeigt in Ausstellungen seine Malerei, und hat wiederholt mit Musikern bei Konzerten und Lesungen zusam-mengearbeitet. 

Abbildung: Leseprobe aus: „Dort mit der Sehnsucht verschüttet im Lärm“
  Susanne Stelzenbach – Berlin  

geboren in Reudnitz | Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Berlin, Hauptfach Klavier | 1976-1983 Lehrauftrag für Klavier, HfM Hanns Eisler, Berlin | seit 1987 autodidaktische Studien der Komposition | als Pianistin solistisch und kammermusikalisch tätig | Stipendien und Auszeichnungen: 1990 Schwedisches Institut | 1992/2003 Stiftung Kulturfond Berlin | 2002 composer in residence, Denkmalschmiede Hoefgen | 2003 composer in residence, Musikakademie Rheinsberg | 2005 Land Brandenburg | 2006 VIA NOVA Kompositionspreis für die Komposition „Weiß über Schwarz“ für Bassklarinette, Violoncello und Klavier | Auszeichnung auf dem 33. Internatio- nalen Festival für Elektroakustische Musik in Bourges für die Klanginstallation „glocken – geigen – glas II – doppelmembran“ | 2007 Berliner Projektförderung für „druck #2.1 – klima_vorher.sagen“ | 2009 Miriam Gideon Prize der IAWM für „schokolade versüßt heute nicht“, für Mezzosopran und Klavier | Werke u.a.: 1994 „magination“, drei Stücke für Sopran und Tenorsaxophon mit Wor- ten von Samuel Beckett | 1997 „Synthetics“, für Digitalpiano Tonband und Live-Elektronik | 2000 „Nahe und ferne Insel“, Musik für Horn, Violine, Violon- cello und Klavier | „vis-à-vis“, für Sopran und Tonband | 2002 „wegge-schwunden - Witwen fliehen nach Mexiko“, für drei Videoplayer und Tonband | „weggeschwunden II – Zeiten“, für Posaune | 2003 „STAU“, für Tuba, Klavier, Schlagzeug und Zuspiel | 2004 „zwischen die schatten zu werfen“, für zwei Saxophone und Zuspiel | 2005 „stop and go“, für Flöte, Oboe und Bassklarinette | 2006 „jagen.stille“, für Altflöte, Klarinette und Streichtrio | 2007 „er hat sich umgewendet, wer?“, für Sopran, Klavier, Violine und CD-Zuspiel | 2008 „irisieren, kleine eiszeit, wellenstörung“, für Violine, Viola, Violoncello und Klavier | lebt und arbeitet in Berlin

Susanne Stelzenbach arbeitet an einem interdisziplinären Projekt, zu dem sie die Musik komponiert und die Schriftstellerin Barbara Kenneweg die Texte beisteuert. Der Text basiert auf Impressionen des Sich-Bewegens durch die Großstadt, einer schnellen Abfolge von Bildern und sich zum Teil grotesk übereinanderlagernden Bild- und Sprachfetzen. Dazu in Kontrast gesetzt sind Assoziationen und Erinnerungsbilder, die einen Ruhepol darstellen oder die Sehnsucht nach Ruhe thematisieren. Kompositorische Prinzipien sollen auf die Sprache übertragen werden: zwischen Text und Klang werden so Über- schneidungen geschaffen und durch Reibungen, Dopplungen und Kontraste werden Wort und Musik zu einer Einheit verwoben. Das Stück ist so konzi-piert, dass es sowohl live von einem Sprecher und elektroakust-ischem Zuspiel aufgeführt, als auch als Aufnahme gesendet werden kann.

Abbildung: Notenblatt aus: „Haut“ für Streichquartett, 2007
  Michaela Zeaiter - Greifswald  

geboren 1981 in Dresden | seit 2003 Studium Kunst und Englisch auf Lehramt für Gymnasium an der Universität Greifswald; Kunst am Caspar-David-Friedrich-Institut | 2009 Abschluss des Studiums | 1. Platz bei dem Wettbe- werb der Insomnale in der Kategorie Bildende Kunst

Michaela Zeaiter arbeitet mit Grafik, Malerei und Keramik. Derzeit richtet sich ihr Hauptaugenmerk auf die Druckgrafik, speziell auf die Bereiche Tief- und Hochdruck. In der Serie „Beziehungsweisen“ beschäftigt sich die Künstlerin mit Kindheitserinnerungen. Kind und Eltern begegnen sich in diesen Arbeiten in zarten, fragilen und komplexen Beziehungen. Nähe und Ferne, Sanftes und Hartes spielen dabei eine Rolle; Schärfe und Unschärfe der Erinnerungen spiegeln sich in den Drucken wider. Erinnerungen waren auch für das Ent- stehen von weiteren Serien von großer Bedeutung, wie z.B. „Die Safwar Brücke“ und „Nachreise“ eine sechswöchige Reise in den Libanon reflek-tieren und sich mit der Überlagerung von Erinnerungen beschäftigen. Im Bereich der Keramik arbeitete Michaela Zeaiter zum Thema „Seezeichen“, wo sie Bojen mit ihren Bewegungen auf dem Wasser oder verbeult und löchrig an Land liegend beobachtete und als Ausgangspunkt für ihre keramische Serie verwendete.

Abbildung: Ausschnitt aus der Serie „Beziehungsweisen“, 2009
UNTERWEGS IM MÄRZ 
Im Rahmen unseres internationalen Austauschprogramms erhielt Ruzica Zajec ein einmonatiges Arbeitsstipendium für die KKV Skulpturenwerkstatt Monumental in Malmö/Schweden.
  Ruzica Zajec - Kaarz  

geboren 1959 in Osijek/Kroatien │ 1983 – 88 Grafik-Design Studium an der Akademie der Künste in Sarajewo │ 1991 – 97 Studium an der Fachhoch-schule Hannover/Fachbereich Bildende Kunst │ Meisterschülerin bei Prof. Peter Redeker │ Preise u. a.: 1997 DAAD-Preis für ausländische Studierende an deutschen Hochschulen │ Stipendien u. a.: 2007 Reisestipendium in Kolin Ryynänen/Finnland │ 2007 Arbeitsstipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern │ 2008 Reisestipendium für Japan │ 2009 Stipendium für das Schleswig-Holstein-Haus in Rostock │ Einzelausstellungen u. a.: 2009 „Areale“, Galerie im Rathaus, Waren │ 2009/10 „Das Portrait der Linie“, Kunstraum 22, Köln │ Ausstellungsbeteiligungen u. a.: 2007 „Art meets music“, Kunstsammlung Neubrandenburg │ 2008 Maizuru Wisdom Ware- house, Japan │ 2008 Osaka Seikei University, Faculty of Art and Design, Japan │ 2008 „SOLITUDE – Landschaft im Aufbruch“, Neues Kunsthaus Ahrenshoop │ 2009 „Die Große Fahrt“, Schloss Plüschow │ 2009 „Mixed Culture“, Museum Kunstmühle Schwaan │ 2009/10 „das ist meins und das ist das deins“, wolkenbank kunst+räume, Rostock │ lebt und arbeitet in Kaarz

Ruzica Zajecs wichtigstes Material ist Glas. Das Glas lässt, mittels seiner Transparenz, visuell alles zu, ist zurückhaltend in seiner Existenz und raum- greifend in seiner Materialität. Seine Zerbrechlichkeit erfordert einen vorsicht- igen Umgang. Was die Künstlerin vermitteln möchte, durchlebt sie selbst während des Arbeitsprozesses. Es zielt auf Offenheit für neue Lösungen und Aufmerksamkeit für Feinheiten, die sich zwischen dem was ist und was nicht ist, befinden.

Abbildung: Ausschnitt aus „Karo IV“ aus der Werkgruppe Karo, Acrylfarbe auf Glas, 2008
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