Mai

  Shannon Cooney - Berlin  

Geboren in Kanada | 1992: B.F.A. Abschluss mit Auszeichnung in Tanz, York University Canada | seit 1993 choreografische Arbeit | 2009-10 Unterricht für: Meg Stuart/Damaged Goods, Cie. Toula Limnaios, Sasha Waltz and Guest's, Tanz Fabrik, KIM Physical Theater Berlin (DE); CND Lyon und CDC le Pacifique á Grenoble (FR); Circuit Est, Montreal und Dancemakers, Toronto (CAN); Dance House, Dublin (IR) | 2007: United Solo, LaborGras Berlin | 1994 – 2006: Company Dancer, DANCEMAKERS, Toronto/Ontario | 2005: Canadian Dance Collective Platform 33, Harbourfront Centre Theatre, Toronto | 2003: Yang, Choreographer’s Trust, Betty Oliphant Theatre, Toronto | 2002/2003: discon-nected series of utterances, DANCEMAKERS Presents, Toronto.Dance Works, Dumaurier Theatre, Toronto | 1999: Inner City Sirens II, Art in Open Spaces, Toronto | 1998: Wind, Alternative warehouse space Toronto; In Dreams, Dancers for Life, Hummingbird Center for the Performing Arts | 1996: figures in stillness and in motion, DuMaurier Theatre, Toronto | lebt und arbeitet als Choreografin und Tänzerin in Berlin
  Sabine Vogel – Potsdam  

geboren 1971 in München | 1992/93 Studium am Jazzprojekt des Freien Mu- sikzentrums in München | 1993 – 1997 Jazz-Studium am Bruckner-Konser-vatorium in Linz | 2005 Lehrauftrag an der Universität Potsdam | Förderungen und Stipendien u.a.: 1997 Einladung zum IASJ-Meeting (Association of Schools of Jazz) in Siena | 2004 Förderung einer vierwöchigen Konzertreise durch den Berliner Senat | 2005 Projektstipendium der Akademie Schloss Solitude | 2007 Projektförderung durch die Initiative Neue Musik e.V., Berlin | composer in residence am Institut für elektro-akustische Musik Stockholm | 2008 Arbeitsstipendium für Musik des Ministeriums für Wissenschaft, Forsch- ung und Kultur des Landes Brandenburg | Ausstellungen: 2001 Klanginstal-lation für die Ausstellung „landscape office“ von Catherine Callahan, Art So- ciety of Kingston, New York | 2002 „EXO“, Kleinert/James Art Center, Wood- stock, New York | 2005 „RESONANCE – Echoing throughout Stock-holm“, Solokonzert mit anschließender Klanginstallation | Diskographie u.a.: 2004 „No idea – Festival 2004“ | „Schwimmer – 7x4x7“ | 2006 „Aus dem Fotoalbum eines Pinguins“ | 2007 „sieben mal solo“ | lebt und arbeitet in Potsdam

Shannon Cooney erhielt ein gemeinsames Projektstipendium mit der Flötistin und Komponistin Sabine Vogel. Grundlage dafür sind Stücke der Solo-CD „Aus dem Fotoalbum eines Pinguins“ von Sabine Vogel sowie auch Kompo-sitionen, die im Austausch mit der tänzerischen Arbeit von Shannon Cooney neu entstehen werden. Thematisch umkreisen sie beispielsweise die Ele- mente Wasser und Eis in gemeinsam entwickelten Visualisierungen. Ge- schichten und Legenden von Ahrenshoop sollen in die neue gemeinsame Performance einfließen.

Abbildung: Ausschnitt eines Videostills einer gemeinsamen Performance

  Gudrún Gunnarsdóttir – Reykjavík  

geboren 1948 in Island | 1972-1975 Kim Navers Studio, Kopenhagen | 1987 Haystack Mountain School of Art and Craft, Maine | Preise und Stipendien u.a.: 1987 Stipendium der Isländisch-Amerikanischen Kunststiftung | 1988, 1992, 1994, 1997, 2003 und 2006 Künstlerförderung der isländischen Regier- ung | 1991 The Newspapers DV’s Cultural Prize for Design | 1994 dreimona- tiges Stipendium für das Nordic Studio, Bergen | 1998 dreimonatiges Aufent-haltsstipendium der Stadt Mino und der japanischen Regierung | 1999 drei- monatiges Stipendium für das Nordic Studio in Sunnfjord/Norwegen | Künst-lerförderung der Stadt Reykjavík | 2002 Stipendium für das Nordic Studio, Stockholm | Ausstellungen u.a.: 1981 The Textile Guilds Exhibition, ASÍ Kunstmuseum, Reykjavík | 2001 „Norrút“, Skandinavische Botschaften in Berlin; Nationalgalerie Kaunas/Litauen | 2003 „Spor“, Rundetaarn, Kopen- hagen | „Spirits of Material“ Kunstzentrum Bad Silkeborg, Dänemark | 2004 „Nordic Cool“, Museum für Frauen in der Kunst, Washington DC | 2005 „ÓMOR Echoes from the Past, Icelandic Design – Land and People“, Isländisches Nationalmuseum, Reykjavík | 2006 Paper Art Project, Mino Gifu, Japan | 2006 „1° Eternity“, Forum Box, Helsinki | 2007 „The Flower“, Galerie Handwerk, München | lebt und arbeitet in Reykjavík

Gudrún Gunnarsdóttir arbeitet in ihren Kunstwerken hauptsächlich mit Faden und dreidimensionalen Linien. Ihre Arbeiten vereinen Elemente von Skulpturen und der „fiber art“. Darin sucht sie stets die Verbindung zur Umwelt und zur Natur. Meist nutzt sie dabei verschiedene Drähte, Papierfasern, Plastik und Produkte aus der Natur. Diese dient ihr als Inspirationsquelle und konkreter Lieferant von Arbeitsmaterialien, was sie zu einem bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen anhält. Sie vermischt dabei verschiedene kleine Komponenten und setzt sie zu einem großen Werk zusammen. Das Werk entsteht dabei in der Regel direkt an Wänden, die dadurch zu Leinwänden werden. Durch die Arbeitsaufenthalte in verschiedenen Ländern konnte Gudrún Gunnarsdóttir verschiedene Landschaften und Umgebungen mit in ihre Werke einbeziehen.

Abbildung: Ausschnitt aus „Goose-Grass“ Draht, Gummi, 1996
  Marko Nikodijevic - Stuttgart  

Geboren 1980 in Subotica/Serbien | 1997 - 2003 Kompositionsstudium an der musikalischen Fakultät der Universität von Belgrad in der Klasse von Srdjan Hofman und Zoran Eric | 2003 - 2005 Aufbaustudium bei Marco Stroppa an der Musikhochschule Stuttgart | Aufführungen u.a. von Ensemble Modern, ensemble recherche, Nieuw ensemble, Ives Ensemble, Nouvel Ensemble Mo- derne, Ansambl za novu muziku Beograd, St.George Strings, kammarensem- blen Stockholm | lebt und arbeitet in Stuttgart

Marko Nikodijevic interessiert sich vor allem für den Einsatz digitaler Techno-logien in der Musik und bezieht diese in seine Arbeiten ein. Dabei nimmt er Bezug aus Elementen der Chaos-Theorie, Fraktalen, algorithmische Kompo-sitionen, spektrale Musik, instrumentale und digitale Klangsynthese sowie aus der Techno Musik, DJ-ing, und Techno-Ästhetik.

Abbildung: Notenblatt aus „music box/ Selbstporträt“ mit Ligeti und Strawinsky, 2006
  Alexej Schipenko – Berlin  

geboren 1961 in Stavropol | 1979-1983 Schauspielstudium an der Moskauer Kunsttheaterhochschule des MChAT bei Anatoli Wassilijew | 1983-1985 En- gagements bei verschiedenen Theatern in Tallin und Moskau | Förderungen und Stipendien u.a.: 1993 und 1997 Literatur-Stipendium des Berliner Senats | 1995/96 Stipendium an der Akademie Schloss Solitude | 1995 Stipendium der Akademie der Künste Berlin | 1998 Stipendium im Künstlerdorf Schöppingen | 1999 Stipendium auf Schloss Wiepersdorf | 2001 Alfred-Döblin-Stipendium | 2003 Stipendium der Stiftung Preussische Seehandlung | Veröffentlichungen u.a.: 1997 „77 – Das Buch der Koinzidenzen“ | 1998 „Das Leben Asdenij“ | 2003 „2 x Baden“ | Auswahl an Theaterstücken: „Der Beobachter“, „Archeo-logie“, „Suzuki“, „Moskau – Frankfurt 9000 Meter über der Erdoberfläche“, „Das Kind“, „Mein weißer Mercedes“, „Raucher Ketten Geschichten“, „Lenin - McCartney“, „Berlin.Winter“, „Baikanour“ | weiterhin zahlreiche Inszenier-ungen, Tätigkeiten als Musiker und Drehbuch- und Hörspielautor | lebt und arbeitet in Berlin

Alexej Schipenko lebt seit Anfang der 1990er Jahre in Berlin. Programmatisch nennt er seinen ersten Roman in deutscher Sprache „69 37 Nord 37 34 Ost/ Mein deutsches Buch“. Der Erzähler begibt sich darin nach 15jährigem Exil zurück in seine Heimat, um die Schreibmaschine zu finden, die er in Moskau zurückließ, als er nach Deutschland aufgebrochen war. Auf seiner Suche folgt er den Irrwegen dieser Maschine und damit den Biografien ihrer versch-iedenen Besitzer. Auch schauspielerisch betätigte er sich in jüngerer Zeit wieder und trat am Schauspielhaus Bochum in der Spielzeit 2005/06 unter der Regie von Ernst Stötzner in den Inszenierungen von „Hedda Gabler“ und „Die Wahlverwandtschaften“ auf. Neben der Literatur beschäftigt sich Alexej Schipenko intensiv mit Musik, bereits in den 1980er Jahren veröffentlichte er mit den Bands „Theater“ und „Can Guru“ einige LPs. In Berlin gründete er die Band „contemporary household“.

Abbildung: Leseprobe aus dem Roman  „69 37 Nord 37 34 Ost/ Mein deutsches Buch“
  Anija Seedler – Rochlitz und Bologna  

geboren 1974 in Schlema | 1993-1998 FH Angewandte Kunst Schneeberg | 1996 Assistenz am Teatro Comunale di Bologna | seit 1997 Kostümbildnerin für verschiedene Theater | 1999 erste Buchillustrationen und Veröffentlich- ungen | 2000 Gewandmeisterin am Theater Annaberg-Buchholz | 2001 Grün- dung des Burgstraßentheaters in Rochlitz | 2001-2003 Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig: Illustration und Grafik | Preise und Stipendien u.a.: 1996 Leonardo-da-Vinci-Stipendium, Dresden | 1998 Kirchhoff-Hummel-Preis, Zwickau | Anerkennungspreis Biennale Giovanni Artisti di Bologna | 2004 Sti- pendium des Deutsch-Französischen Kulturrats, Saarbrücken | 2006 Stiftung Kunstfond Bonn – Sonderfond der VG Bildkunst | Veröffentlichungen u.a.: 2007 „Erdferkel werkeln ewig“ | 2008 „Die Seiltänzerin“ | Ausstelllungen u.a.: 1999 Galerie le Stanze, Bologna | 2002 „Formazioni di danza“, Galerie Il Punto, Bologna | 2003 „Zierkuss“, Galerie art gluchowe, Glauchau | 2004 „Flaminia und andere Schönheiten“, Schauspielhaus Chemnitz | „Foyer Rural“, Notre Dame de Monts, Frankreich | 2007 „testimoni silenziosi“, Palazzo D’Accursio, Bologna | lebt und arbeitet in Rochlitz und Bologna

In dem Werk Anija Seedlers kommen verschiedene Künste zusammen. Ihre farbenfrohen Illustrationen und Aquarelle leben von ihrer Lebendigkeit und Leichtigkeit in den Formen und präsentieren sich häufig humorvoll und mit einem verschmitzten Lächeln. Ihre Minialben, meist Tuschezeichnungen und kleine Aquarelle, zeigen ebenso abstrakte wie genaue Beobachtungen und Darstellungen verschiedener Themenkomplexe, etwa „Animali“, „vom Krie- chen und Fliegen“, „Körper“ oder „Idylle“. Insbesondere Tiere finden sich immer wieder in den Zeichnungen von Anija Seedler. Dieser Kontrast zwi- schen spielerischer Verfremdung und exakter Wiedergabe lässt sich auch in ihren Buchillustrationen und großflächigen Arbeiten finden. Ihre Buchveröf-fentlichungen rücken die bunten Illustrationen in den Mittelgrund, so sind sie gleichermaßen Künstlerbuch und Bilderbuch.

Abbildung: „Theodora fliegt“ Aquarell, Tusche, Collage, 2006
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