Januar

  Andreas Eschment – Braunschweig  

1972 in Dannenberg/Elbe geboren | 1996-2003 Studium Freie Kunst Hoch- schule für Bildende Kunst Braunschweig | Stipendien u.a.: 2006 Jahres- stipendium des Landes Niedersachsen | Gruppenausstellungen u.a.: 2008 „Wie hätten Sie es denn gerne?“, FRISE, Hamburg; „Lichtblicke“, Brüdern- kirche, Braunschweig; 2009 „DUN-Keldeutsch bierernst“, DUNK!-Galerie, Kopenhagen, Dänemark; 2009 „Big in Japan“, ARCUS Studio Moriya, Präfektur Ibaraki, Japan; „ACCIPIO REVOCAMEN“, Kunstverein Braunschweig, Re- mise; 2010 „Leinen Los!“, Nord/LB art gallery / Kunstverein Hannover | lebt und arbeitet in Braunschweig

Andreas Eschment arbeitet mit Bildern, die er in vielgestaltiger Weise produ- ziert und in ebenso unterschiedlicher Weise präsentiert. Radierungen oder Fotos bevölkern seine Installation oder es entsteht eine neu entworfene Zeitung. Die Grundlagen sind dabei oft in bereits Vorhandenem vorgegeben, werden verändert oder in einen neuen Kontext gebracht. Die Neubewertung oder die nuancierte Veränderung scheinbar bekannter Inhalte sorgen für jene leichte Irritation, die den Betrachter den einen entscheidenden Schritt weiter führen können. So montierte Eschment beispielsweise selbst gezeichnete Objekte in Radierungen von Piranesi, um diese dann erneut als Tiefdruck-grafik abzuziehen. Oder er verwendete alte Stiche, um sie in Radierungen so zu verändern, dass sie städtebauliche Entscheidungen in Braunschweigs Zentrum neu hinterfragen.

Abbildung: „ACCIPIO REVOCAMEN“, 2009, Kunstverein Braunschweig / Remise
Installation, Maße variabel, Teilansicht Raum 1

  Christopher Kloeble – Berlin  

1982 in München geboren | 2002 - 2009 Studium der Literatur am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und 2007 - 2009 Drehbuch an der Hochschule für Fernsehen und Film München | Preise u.a.: 2008 Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung für das beste Romandebüt; 2008 Nominiert für den Heidel- berger Stückemarkt; 2009 Weihnachtsgeschenk der Münchner Universi- tätsgesellschaft; 2010 nominiert für den Ingeborg-Bachmann-Preis | Sti- pendien u.a.: 2009 Aufenthaltsstipendium in Pouch Cove, Neufundland (Kanada); 2010 Aufenthaltsstipendium des LCB; Stipendiat beim Inter- national Writing Program der University of low  | Veröffentlichungen u.a.: 2008 „Unter Einzelgängern“, Roman (dtv premium); 2009 „Wenn es klopft“, Erzählungen (dtv premium) | lebt und arbeitet in Berlin     

Christopher Kloeble verfasst Prosa, Theaterstücke sowie Drehbücher. Beiträge von ihm erschienen u. a. in der Süddeutsche Zeitung, der taz, der ZEIT. Seine Theaterstücke wurden in München, Leipzig, Nürnberg Wien und Portland (USA) aufgeführt. Für sein erstes Drehbuch „Blumenbub“, das auf dem besten Weg ist, produziert zu werden, erhielt er das Stipendium des Bayerischen Rundfunks und der Stadt Nürnberg. Demnächst wird sein zweiter Roman „Ein versteckter Mensch“ (dtv premium) erscheinen.

Abbildung:  Leseprobe aus der Erzählung „Unter Deck“
www.christopherkloeble.de

  Julia Leschik – Greifswald  

1982 in Neuruppin geboren | |2002-2003 Architekturstudium an der Bauhaus Universität in Weimar; 2003-2005 Lehramtstudium an der Ernst-Moritz-Arndt- Universität Greifswald; 2005-2006 Auslandsstudium an der University of Helsinki | 2006- 2010 Lehramtstudium an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald | Preise u.a.: 1. Platz „INSOMNALE“ des Caspar-David-Friedrich-Instituts der Ernst-Moritz- Arndt Universität Greifswald | Gruppenausstel- lungen u.a.: 2008 studentisches Kunstprojekt „unter freiem Himmel“ im Pom- merschen Landesmuseum in Greifswald; 2009 Teilnahme an der studen-tischen Präsentation „The Summer of 69 >> 09“ in Greifswald | lebt und arbeitet in Greifswald    

Julia Leschik erhielt als Preisträgerin des studentischen Wettbewerbes IN- SOMNALE des Caspar-David-Friiedrich Institutes der Universität Greifswald ein Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Lukas. In räumlichen Installationen geht sie Fragen wie der Begrenzung des Unendlichen nach und lädt beispiels- weise den Betrachter als Wanderer ein, sich diesem schwer greifbaren Phänomen auszusetzen und anzunähern. Reale Gegenstände oder der Himmel werden gezielt benutzt, nicht zuletzt um unsere Sehnsucht, unsere Wünsche oder Träume von einem besseren Dahinterliegenden erfahrbar zu machen.

Abbildung: Ausschnitt aus der Licht- und Videoinstallation „Die Begrenzung des Unendlichen“ in der Medienwerkstatt des Caspar-David-Friedrich-Instituts, 2010
  Krzysztof Marciniak – Heidelberg  

geboren 1983 in Myślenice, Polen | 2003-2008 Studium an der Jan-Matejko-Akademie der Schönen Künste in Krakau; seit 2008 Promotion ebenda | Preise u.a.: 2008 Medaille des Rektors der Akademie der Schönen Künste in Krakau für das beste Diplom des Jahres | Stipendien u.a.: 2010 Artist in residence, Stiftung Künstlerdorf Schöppingen | Einzelausstellungen u.a.: 2007 PWST- Galerie, Krakau; 2008 Zeich- nungen, Radierungen, Skizzenbücher, Galerie Este, Krakau; 2010 genauer be- trachtet, Galerie Kunst2, Heidelberg, éphé- merè, Galerie F6, Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (mit Helga Geng), Zeich-nungen und Collagen, Galerie 2światy, Kra- kau | Gruppenausstellungen u.a.: 2007 Galerie Le Coin des Arts, Paris; 2008 The Polish Museum of America, Chicago; 2009 Arytmia, Space Gallery, Krakau; 2010 Junge Künstler in der Villa, Neustadt | lebt und arbeitet in Heidelberg  

Der Fokus der künstlerischen Arbeit Krzysztof Marciniaks liegt auf der Zeich- nung. Alles, was er bisher geschaffen hat, begann in seinen Skizzenbüchern und wurde dann in verschiedene Richtungen weiter entwickelt. Zeichnen ist für ihn ein Prozess, eine Art des Denkens, eine Erweiterung des Geistes. Seine Zeichnungen entstehen, um sich und den Betrachtern Fragen zu stellen: über Geschichten, Symbole, Sinn und Unsinn – schlicht über alles, was sich zeichnen lässt. In den Collagen werde neue Welten und Sicht- weisen aus einer dekonstruierten Wirk- lichkeit erschaffen. 

Abbildung: Ausschnitt aus „Schubert“ Ecoline, Bleistift, Acryl, 22 x 29,8 cm, 2009
  Udo Moll – Köln  

1966 in Kirchheim/Teck geboren | 1988-1990 Studium der Empirischen Kultur-wissenschaft, Deutsch, Französisch und Musikwissenschaft an der Eber- hard-Karls-Universität Tübingen; 1992-1998 Studium im Hauptfach Trompete in der Jazzabteilung der Musikhochschule Köln, Trompetenunterricht bei Manfred Schoof und John Marshall; 1995-2000 Kompositionsstudium bei Prof. Johannes Fritsch | Stipendien u.a.: 2008 musicians residency von Art OMI in New York; 2009 artist residency am STEIM (Studio für die Entwicklung elek- tronischer Musikinstrumente) Amsterdam | seit 2004 initiierte er das improvi-satorische Forschungsprojekt „das mollsche gesetz“, das seither in verschie-densten Konstellationen und in Zusammenarbeit mit Videokünstlern und Schauspielern diverse Programme erarbeitet hat; 2005 CD „prasti music“ mit der der Schäl Sick Brass Band | Kompositionenu.a.: 2006 „Beethoven Redux“;  Kompositionsauftrag Heine-Schumann-Jahr Düsseldorf; 2007 „catalogue of improvisation“; musiktheatralische Inszenierung der Eröffnung des Gerisch-Skulpturenparks in Neumünster; Tanztheatermusik für „Nächster Halt : Freiheit“ von Daniela Kurz am Staatstheater Nürnberg; 2009 Tanztheater- musik für „trotz alledem“ von Daniela Kurz anlässlich der Verleihung des Nürnberger Menschenrechtspreises; 2010 Produktion & Komposition von „das mollsche gesetz : cheap imitation / counterfeit whiteness“ | lebt und arbeitet in Köln  

Der in Köln lebende Trompeter und Komponist Udo Moll zählt zu den innova-tivsten Geistern der jüngeren deutschen Szene. Nach seinem Studium grün- dete er die legendären Gruppen „Brainslasher“, „Teufelshörner“ und „Novo- tnik 44“, komponierte Tanztheatermusik und Kammermusik. Seit einigen Jahren arbeitet er intensiv mit Medienkünstlern zusammen und erforscht osteuro-päische Volksmusiken sowie die Verwendung des Computers als expres- sives Musikinstrument im improvisatorischen Zusammenhang. Mit der World-music-Truppe „Schäl Sick Brass Band“ bereist er regelmäßig Festivals in Europa, Asien, Nordafrika und Nahost.



Abbildung: Ausschnitt eines Videostills aus der DVD zur Aufführung „tientos y lucientes“ in der Kunst-Station Sankt Peter in Köln, 2010
www.udomoll.de

  Valerie Schmidt – Düsseldorf  

1982 in Düsseldorf geboren | 2002 - 2009 Fotografiestudium an der Folkwang Akademie der Künste, Essen; 2007 Erasmus-Stipendium an der Kunsthoch-schule Bergen, Norwegen; 2009 Diplom mit Auszeichnung bei Prof. Gisela Bulacher und Dr. Wiebke Leister | Preise u.a.: 2010 Mainzer Kunstpreis, Finalistin; 2010 Fotosommer Stuttgart, Finalistin; 2009 Welde Nachwuchs-förderpreis | Stipendien u.a.: 2009 Reisestipendium Feldstärke International für Paris, Essen und Valencia, Kali- fornien | Gruppenausstellungen u.a.: 2007 Trust me, F-Stop Fotofestival, Finalistin; 2009 Hidden Places, Via Regia, Residenz, Görlitz | lebt und arbeitet in Berlin  



Valerie Schmidt thematisiert in ihren Arbeiten die Grenzen intuitiver und insze- nierter Darstellungen von mentalen Zuständen in Mimik und Gestik. Ihr Inter- esse gilt den Facetten visueller Darstellungen von Emotionen, deren Lesbar- keit und ihren empathischen Wirkungen. Durch die Arbeit mit Fotografie als momenthaftes Medium, das inszenierte und beobachtete Aufnahmen vereint, untersucht sie die Beziehung zwischen Protagonist, Fotograf und empathie-begabtem Betrachter, sowie die Authentizität des Dargestellten als auto- nomes Bild.


Abbildung: Ausschnitt aus der 15-teiligen Serie „eventualities“, c-print, gerahmt, 50 x 50 cm, 2007-2009
www.valerieschmidt.de

Seitenanfang