Oktober

  Ute Behrend - Köln  

geboren 1961 in Berlin | 1979-82 Schreinerlehre | 1985-87 Studium Kommu-nikationsdesign, FH Wiesbaden | 1987-93 Studium Fotodesign, FH Dortmund, Diplom | 2005/06 Lehrauftrag, Fachhochschule Vorarlberg, Österreich | 2007 Lehrauftrag Merz Akademie Stuttgart (Gast) | 2008 Lehrauftrag Fachhoch-schule Bielefeld | Preise u.a.: 2002 European Award for Women Photogra-phers, Prato, Italien; 2004 Toyota Fotokunstpreis; 2009 Welde Kunstpreis; Stipendium der Dr. Dormagen Guffanti Stiftung | Ausstellungen u.a.: 2008 „Zimmerpflanzen“ Sabine Schmidt Galerie, Köln; 2009 „Das Zimmer hinter der Wand“, Dr. Dormagen Guffanti Stiftung, Köln  

Während ihres Aufenthaltes in Ahrenshoop möchte sich Ute Behrend mit der Flora und Fauna des Ortes auseinandersetzen. Ganz besonders interessier- en sie die Kraniche, die dort immer im Frühling und Herbst, zu Tausenden rasten. Besonders im Herbst können in der Region bis zu 30.000 Vögel beobachtet werden. Gepaart mit der herbstlichen Landschaft ist für sie ein Aufenthalt im Oktober ideal. Anknüpfend an ihre Arbeit „Mermaids“ ist für sie in diesem Zusammenhang auch gerade das Meer besonders spannend. 

Abbildung: Ausschnitt aus „Kellerfenster & Mädchen hinter Gardine“ aus der Serie „Small Silent City“, c-print, 60 x 40 cm, 2011
  Anne Rose Bekker - Magdeburg  

Geboren 1959 in Magdeburg | Tätigkeiten u.a.: 1978-1979 Kostümbildnerin an der Staatsoper Berlin, 1979-1984 Studium an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle, seit 1984 als freischaffende Künstlerin in Wanzleben und Magdeburg

Die gebürtige Magdeburgerin legt sich auf keine bestimmte Arbeitstechnik fest. Vorrangig beschäftigt sich Anne Rose Bekker mit Malerei, und Grafik, greift aber auch des Öfteren auf Ton sowie Holz und Kettensäge zurück. Auf Grund der Entscheidung, sich ganz der Kunst zu widmen, lebt sie immer an der Grenze zwischen Freiheit und Existenzbedrohung. Doch trotz dieses Bewusstseins schafft es die Künstlerin, sich in ihrer progressiven Tendenz treu zu bleiben. Ohne genau zu wissen, was am Ende dabei entsteht, verarbeitet sie ihre Gefühle, Probleme und Gedanken mit den unterschiedlich- sten Materialien und Techniken in verschiedenen Themen und bezieht so die Betrachter in ihre Welt mit ein.

Abbildung: Ausschnitt aus ohne Titel, Mischtechnik auf Leinwand, 40 x 30 cm, 2005

  Gitte Klisa - Bielefeld  

geboren 1951 in Detmold | 1971-75 Studium der Visuellen Kommunikation bei Prof. Gottfried Jäger und Prof. Karl-Heinz Holzhäuser, FH Bielefeld | Mitglied: BBK-Owl, Offene Ateliers Bielefeld e.V. | Lebt und arbeitet in Bielefeld | Ausstellungen u.a.: 2005 Ästhetisches Zentrum, Universität Bielefeld; 2007 frauenkunstforum-owl, Bielefeld; 2010 Kunstmesse Huntenkunst, Nieder-lande; 2010 Gewerkschaftshaus, Hamburg; 2010 Burg Horn, Horn-Bad Meinberg; 2011 Offenes Atelier, Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop; 2011 STRICHCODE, BBK-Atelier,Bielefeld  

In vielen ihrer Arbeiten beschäftigt sich Gitte Klisa mit den Themen „Abwe-senheit/Warten/Ruhe/Stille.“ Auf den ersten Blick erscheinen die Fotografien „menschenleer“, das ist jedoch nur eine scheinbare (Auf-) Sicht; denn selbst wenn Menschen nicht sichtbar sind, spürt man ihre Gegenwart und ahnt ihre Wiederkehr. Der Ort beschränkt sich auf sein Sein im Augenblick. Ihre Bild- sprache ist sachlich, reduziert, sie arbeitet, jeweils projektbezogen entweder analog (MF) oder digital (SL). Die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung nutzt sie bei ihren Arbeiten lediglich im Rahmen einer Bildoptimierung, nicht jedoch einer Bildveränderung.

Abbildung: Ausschnitt einer Fotografie aus der Serie „Stille Zeiten“

  Jörg Menke-Peitzmeyer - Berlin  

geboren 1966 in Anröchte/Westfalen | 1986-1990 Schauspielstudium an der Folkwang Hochschule in Essen | Engagements in Mainz, Gießen, theater am Kurfürstendamm, Schlossparktheater Berlin, Ensemble der Landestheater Stendal und Coburg | 1998-2002 Studium am renommierten deutschen Litera-turinstitut in Leipzig mit Schwerpunkt Szenisches Schreiben | Zwischen 1998 und 2002: erstes Theaterstück „Der Manndecker“ über einen alternden Fußballstar | mehrere Jugendtheater-Stücke über jugendliche Außenseiter | Auftragswerke u.a.: „Discotheater“, „B-Jugend“, „Erste Stunde“, „Arm aber sexy“ | Stipendien u.a.: 2010 Projekt-Stipendium des Landes Baden-Württemberg für eine Stückentwicklung gemeinsam mit dem Offenburger Theater BAAL novo für „Türkiye’ye Hos Geldiniz (Wilkommen in der Türkei)“  

Jörg Menke-Peitzmeyer möchte während seines Aufenthaltes in Ahrenshoop an seinem Drehbuch „Marek“ arbeiten. Dieses handelt von dem zweiund-dreißigjährigen Profiringer Marek Lysakowski, der mir seiner Frau und seinem elfjährigem Sohn in einer Hochhaussiedlung am Stadtrand von Breslau lebt. Unter der Woche trainiert er in Breslau und an den Wochenenden fliegt er mit einem billig Flieger nach Frankfurt, um einen Kampf zu bestreiten. Die Gagen werden Bar direkt nach dem Kampf ausgezahlt und so verdient Marek bis zu 30 000 Euro im Jahr. Solange er noch fit ist, will er weiterhin kämpfen, um sich und seiner Familie in der nächsten Zeit ein Eigenheim finanzieren zu können, obwohl er bereits gesundheitliche Schäden davongetragen hat. Nachdem der bisher so gut wie unbesiegbare Marek einen entscheidenden Kampf in Deutschland verliert steht seine Existenz plötzlich auf der Kippe. Sein Sohn und seine Frau kommen mit der Niederlage des vermeintlich unverwundbaren Vaters nur wenig klar und Marek wird zum ersten Mal die Fragwürdigkeit seines Lebens, aber auch seine Einstellung zu seinem Sport deutlich, den er einst aus purer Leidenschaft betrieben hat. Was bedeutet ihm noch der olympische Gedanke, was Kameradschaft, zu welchen Verküm-merungen hat die Zerrissenheit zwischen Deutschland und Polen in seinem emotionalen Leben geführt, was gibt ein Mensch preis, wenn er sich bedingungslos den Bedingungen der Marktwirtschaft und Globalisierung unterwirft und sein Talent an den Meistbietenden verhökert – das sind Fragen, die Marek sich zum ersten Mal überhaupt stellt.

Abbildung: Ausschnitt einer Leseprobe aus „Mandy - Im Tal der Ahnungslosen“
  Daiva Molytė-Lukauskienė - Klaipeda  

geboren 1967 in Valkininkai/Varėna Bezirk | 1985 beendete sie das Gymna- sium in Varėna | Später lernte sie am Technicum of Arts and Crafts by S. Žukas in Kaunas, wo sie sich speziell auf künstlerisches Design konzen-trierte | Sie arbeitete im Maironis Litauischen Lietartur Museum | 2001 graduierte sie an der Vilnius Academy of Fine Arts und nach ihrem beendeten Studium studierte sie bildliches Design in Klaipeda | Ihre Poesie wurde auch ins Russische übersetzt | sie arbeitet als Reporterin für eine Tageszeitung in Klaipeda | lebt in Klaipeda | Bibliografie: Natiurmortas su gudobelės šaka: poems / (illustrated by Daiva Molytė-Lukauskienė). - Vilnius: Lithuanian Writers’ Union Publishers, 2002. Baltas kvadratas juodame fone: poems / (illustrated by Daiva Molytė-Lukauskienė). - Vilnius: Lithuanian Writers’ Union Publishers, 2006. | Preise: Auszeichnung des Zigmas Gėlė für das beste poetische Debut des Jahres 2003.  

Daiva Molyte-Lukauskiene möchte während ihres Aufenthaltes in Ahrens- hoop einen neuen Gedichtband beginnen. Weiterhin will sie die Natur, die Umgebung und den Menschen analysieren und beobachten und daraufhin die Ergebnisse in ihre Gedichte mit einfließen lassen. Die Zeichnungen und Abbildungen zu den Poesietexten entwickeln sich aus einer Synthese zwischen den Wörtern und den Bildern.

Abbildung: Ausschnitt der Leseprobe aus „Meeresbeschwörung“
  Wolfgang Mundt - Bützow  

Geboren 1950 in Rostock | Tätigkeit u.a.: Studium der Philosophie, Leipzig; 1971 Reise nach Leningrad, Besuch der Eremitage; bis 1975 an der Student-enbühne „Bühne“, Rostock; 1976 Schauspieldramaturg am Annaberger Theater; 1979 an der Akademie der Künste, Berlin; 1980-1984 am Theater der Altmark, Stendal; | lebt in Bützow  

Wolfgang Mundt absolvierte nach dem Abitur eine Lehre als Rohrschlosser und studierte später Philosophie. Nach diesem Studium gehörte seine Faszi-nation dem Theater, und er arbeitete als Schauspieldramaturg sowie für den Rundfunk. Im Laufe der Zeit wandelten sich seine Interessen und er konzen-trierte sich immer mehr auf das Schreiben philosophisch orientierter, alle- gorischer Lyrik. Momentan arbeitet Wolfgang Mundt intensiv an einem autbiografisch orientierten Roman, der Kindheits- und Jugenderfahrungen des Autors reflektiert und als stiller Dialog zwischen dem Erzähler und dem Protagonisten strukturiert ist. 

Abbildung: Ausschnitt einer Leseprobe aus „Ein Minidrama“
UNTERWEGS IM OKTOBER:
Im Rahmen unseres internationalen Austauschprogramms erhielt Gerd Frick im Grafikenshus Mariefred/Schweden ein einmonatiges Arbeitsstipendium.
  Gerd Frick - Neubrandenburg  

geboren 1948 in Schwerin | 1964-1966 Handwerkslehre als Maler | 1964- 1969 Studium an der FH für angewandte Kunst, Heiligendamm | 1976-1981 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee | Stipendien u.a. 1996 Teilnahme an „Euromiljo 96“ Gladsaxe, Dänemark; 1998 Landes-stipendium Mecklenburg-Vorpommern | Einzelausstellungen u.a. in: 1993 Galerie Eschholz, Hamburg; 1999 Neues Kunsthaus, Ahrenshoop; 2008 „Sehstücke“ Kunstsammlung Neubrandenburg  

Gerd Frick ist aus dem Kulturleben Mecklenburg-Vorpommerns kaum wegzudenken. In vielen öffentlichen Gebäuden sind seine Malereien, Grafiken oder Skulpturen zu finden, so gestaltete er unter anderem das Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock mit. Gerd Frick steht für farbenfrohe, frische Bilder und dafür, dass er dem Betrachter immer genug Spielraum für eigene Interpretationen lässt.

Abbildung: Ausschnitt aus „Farbelefant“, Farbradierung, untermalt, 120 x 140 cm, 2010
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