Januar


Roswitha von den Driesch - Komposition

geboren 1964 in Saarburg | 1983-85 Architekturstudium | 1992-98 Studium der Freien Kunst/Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Meister- schülerabschluss | 1993-94 Seminare im Elektroakustischen Studio der Tech- nischen Universität Berlin | 2005 Stipendium des Künstlerhauses Schloss Balmoral, Bad Ems | 2006 Deutscher Klangkunstpreis | 2011 Stipendium Künstlerhaus Edenkoben, Stiftung Rheinland Pfalz | 2012 Stipendium Villa Aurora, Los Angeles | lebt und arbeitet in Berlin

Jens-Uwe Dyffort - Komposition

geboren 1967 in Erfurt | 1990-95 Kompositionsstudium an der Universität der Künste Berlin | 1993 Senatsförderung im Rahmen der Berliner Kompositions- aufträge | 1995-98 Meisterschülerstudium an der Udk Berlin | seit 1996 gemeinsame Arbeiten mit Roswitha von den Driesch | Stipendium der Stadt Berlin an der Cité Internationale des Arts Paris | 1999 Academie d’Eté am IRCAM Paris | seit 2001 Software Entwickler bei Native Instruments | 2006 Deutscher Klangkunstpreis | 2012 Stipendium Villa Aurora, Los Angeles | lebt und arbeitet in Berlin

Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort schaffen akustische Räu- me, die sich den vermeintlichen Gewissheiten der optischen Wahrnehmung entgegenstellen. Sie stecken akustisch Flächen und Wege ab und legen so Räume frei, die im Lauf der Zeit verschüttet worden sind oder erst in Zukunft erschlossen werden. Ihre Installationen sind keine Inszenierungen, sondern spürbare Erweiterungen des Raumes: Überschriebenes und Verborgenes. 

Abbildung: aus der Dia- Klanginstallation „Missing Mars“ (Polyakow), 2004
www.dyffort-driesch.de


Daniela Dröscher - Prosa

geboren 1977 in München | Prosa, Essays und Theatertexte | Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und London | Promotion an der Universität Potsdam | 2009 Romandebüt: „Die Lichter des George „Psalma-nazar“ | Anna-Seghers-Preis | 2009 Martha-Saalfeld-Förderpreis | „Grenz-gänger“-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung | 2010 Veröffentlichung „Gloria. Erzählungen“

Manchmal entwirft ein einziger Satz eine ganz Welt: Die Menschen in Daniela Dröschers präzise beobachteten Erzählungen sind ständig in Bewegung, wollen der engen Welt, der gewohnten Umgebung entfliehen, um neue Terri-torien zu erkunden. Dennoch ist die Sehnsucht spürbar, dort zu bleiben, wo sie sind. Kleine Momentaufnahmen geraten zu präzisen Beobachtungen von menschlichen Zwischenspielen. Gegenwart und Vergangenheit zerfließen ineinander. Dröschers hochkomprimierten Erzählungen haftet etwas Irritieren-des an. Gleichzeitig geht von ihnen eine Sogwirkung aus, die den Leser nicht mehr loslässt.

Abbildung: Leseprobe aus „Was will sie mit Kaninchen?“ aus „Perspektive“ Heft 58, 2008


Katia Klose - Fotografie

geboren 1972 in Berlin | 1993-96 Ausbildung zur Fotografin an der Freien Universität in Berlin | 1995-97 Studium Kommunikationsdesign | 1998-2003 Diplom-Studium Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig | 2004-07 Meisterschülerstudium an der HGB Leipzig | 2004 DAAD- Stipendium für Australien und 2009 für Kanada | lebt und arbeitet als frei- schaffende Künstlerin und Fotografin in Leipzig

Katia Kloses Themen werfen gesellschaftlich relevante und kontrovers diskutierte Fragestellungen auf, äußern sich aus künstlerischer Sicht und in dokumentarischer Form zu Aspekten von Zeitgeschichte und Identität. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit Orten und Menschen, mit Erinnerungsräumen und Tatorten. Sie untersucht in den meist auf mehreren Wahrnehmungs-ebenen verankerten Versatzstücken von Bild, Ton und Text die Konstruktion von Erinnerung und Geschichtsschreibung. Durch das Zusammensetzen scheinbar unabhängig voneinander existierender Wahrnehmungsebenen in der Präsentation wird wiederum auch die Wahrnehmung selbst hinterfragt.

Abbildung: Fotografie aus der Serie „späte Stille“, 2007
www.katiaklose.de


possible.movement - Installation/Performance 

seit 2009 „possible.movement“ als Kooperation zwischen den KünstlerInnen Ingolf Watzlaw (Zeichnung), Daniel Vezza (Komposition) und Claudia Garbe (Choreografie) in Berlin | Performances im Tacheles, Site-Specific an der Spree und verschiedenen Galerien

Die Künstlergruppe „possible.movement“ beschäftigt sich mit den Schnitt-stellen zwischen Zeichnung, Choreografie und musikalischer Komposition. Dabei entstehen Performances und Installationen, in denen die grafische Qualität des Tanzes hörbar, der Klang der Grafik körperlich nachvollziehbar und die Bewegung der Musik sichtbar wird. Im Künstlerhaus Lukas be- schäftigt sich die Gruppe mit der umliegenden Landschaft – ihrem Klang, ihrer Bewegung, ihrer grafischen Qualität und Stille. Die körperliche Erfahrung dieser Landschaft ist Ausgangspunkt der Recherche.

Abbildung: Videostill aus „lost among notations“, Audio-Choreo-Graphische Komposition
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