März

  Jan Beumelburg – Malerei/Grafik/Installation  

1965 geboren in Neustadt a. Rbge | 1984 Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig (HBK) bei Giso Westing und Prof. Roland Dörfler; 1990 Diplom, Meisterschüler bei Prof. Roland Dörfler | 1995 Gründung des „Salon Visionell“, Brandenburg/H. (mit Gunnar Kollin) | Preise/Stipendien u.a.: 1997 Residenzstipendium Schloß Wiepersdorf, Stiftung Kulturfonds und Land Brandenburg; 2005 Projektstipendium für Minca/Kolumbien von der „Stiftung Tayrona“; 2006 Kunstpreis der Galerie Judith Dielämmer; 2011 Arbeitsstipendium des Landes Brandenburg; 2012 AOK-Kunstpreis | Einzelausstellungen u.a.: 2000 Galerie Haus 23, Cottbus; 2005 Galerie Bururake in Minca/Kolumbien; 2009 Galerie ArtMarket Potsdam; 2012 Galerie am Klostersee Lehnin und Kunstraum Bad Saarow | Gruppen-ausstellungen u. a.: 1999 Museum für Junge Kunst, Frankfurt/Oder; 2000 Panzerhalle Groß-Glienicke; 2004 Galerie Fernand Léger in Ivry sur Seine, Paris | lebt und arbeitet in Brandenburg

Dinge des täglichen Lebens zu einer Art persönlichen ‚Enzyklopädie‘ zu verdichten, dieser Gedanke durchzieht schon lange die Arbeit Jan Beumelburgs und seit 1998 arbeitet er fast ausschließlich daran, aus dem Leben gegriffene und oftmals disparate Dinge miteinander in Verbindung zu bringen, sie gewissermaßen ‚kurzzuschließen‘. Die so entstandenen Arbeiten kombinieren auf manchmal sehr ironische Weise Fotos, Zeich-nungen, Objekte, Texte, Gefundenes und Gekauftes miteinander und lassen sie gleichwertig nebeneinander stehen.

Abbildung: Ausschnitt aus „Exkursionsflora“, Acryl, 120 x 100 cm, 2011

  Jörg Finus – Zeichnung/Installation  

1967 in Stuttgart geboren I 1988-91 Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der FU-Berlin; 1991-97 Studium an der UdK-Berlin; 1998 Meisterschüler I Preise/Stipendien: 1995 Arbeitsstipendium an der Universidad de Barcelona; 2001 „Bahnwärter“, Stipendium der Stadt Esslingen; 2002 "Kunst im Bau", "Transit", GASAG, Berlin I Einzelaus-stellungen u.a.: 2000 Parkhausgalerie, Berlin; 2001 Kunstraum Düsseldorf; 2004 KX-Galerie, Hamburg; 2011 Galerie Brötzinger Art, Pforzheim; 2012 Pavillon am Milchhof, Berlin I Gruppenausstellungen u.a.: 1998 gallery unfinished, New York; 2004 Zeitraumexit, Mannheim; Künstlerhaus Dortmund; 2009 Berlinische Galerie I lebt und arbeitet in Berlin  

Die Kunst von Jörg Finus reflektiert in verschiedenen künstlerischen Disziplinen Erfahrungen und Beobachtungen in kulturell geschaffenen und zivilisatorisch geprägten Naturräumen. Dabei steht die Frage nach der Urbanisierung von Landschaft und Natur in der heutigen Gesellschaft im Vordergrund. Es geht dabei, auch im übertragenen Sinne, um die Frage, ob es (noch) einen Punkt gibt „wo Stadt endet und Natur beginnt.“

Abbildung: Ausschnitt einer Ausstellungsansicht der Installation „reservoir“, Monitor, Gartenschläuche, Kanister, Modellbauplatte, 2003

  Erik Göngrich – Installation/Foto  

1966 geboren in Kirchheimbolanden | 1986-1991 Dipl. Ing.-Innenarchitektur, Fachhochschule Rosenheim; 1992-1997 Meisterschüler, Hochschule der Künste (HdK), Berlin | Stipendien u.a.: 2001 Instanbul Aufenthaltsstipendium, Senatsverwaltung für Kultur, Berlin; 2003/2004 „Villa Aurora“, Los Angeles, Aufenthaltsstipendium; 2008 Stiftung Kulturfonds, Arbeitsstipendium; 2010 „Résidence au Récollets“, Arbeitsstipendium, Paris; 2012 Artist-in-Residence, ANA – Astrid Noacks Atelier, Kopenhagen | Einzel- und Gruppenausstel-lungen u.a: 1995/1996 Kunstverein München; 1999 Kunsthalle Exnergasse, Wien; 2002 Theater der Welt, Köln; 2003 Haus am Waldsee, Berlin; 2005 9thz Istanbul Biennale, Istanbul; 2007 Goethe Institute, Sao Paulo; 2009 Chinati Foundation Marfa, Texas; 2011 Centre d'Art Passerelle, Brest/Frankreich; 2012 11th Havanna Biennale, Laboratorio Artistico de San Agustin/Kuba | lebt und arbeitet in Berlin  

Der Künstler und Architekt Erik Göngrich beschäftigt sich mit Missverständ-nissen, die sich mit der Internationalen Moderne und der funktionalen Archi-tektur im Öffentlichen festgesetzt haben. Mit welchen städtischen Bildern leben wir heute und inwiefern stimmen sie mit der Realität überein? Er hat dabei einen skulpturalen Blick auf die informellen Qualitäten des Öffentlichen und ist ein aktiver Archivar der Transformationen des öffentlichen Raums. Manche nimmt er selbst vor. Viele sind gefunden

Abbildung: Ausschnitt der Installation „Picnic City - La Grand tour/retour“, Berlin/Istanbul, 2001

  Peter Wawerzinek – Prosa  

1954 geboren in Rostock | 1978-80 Studium an der Kunsthochschule Berlin Weissensee | in den 1980ger Jahren als Performance-Künstler und Steh- greifpoet | 1988-1990 Tournee mit Matthias Baader Holst durch die DDR | 1994 Hörspielpreis der Berliner Akademie der Künste | seit 1998 Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland | Preise/Stipendien u.a.: 1994 Hörspielpreis der Akademie der Künste Berlin; 2010 Bachmann-Preis für das Buch „Rabenliebe“ und Preis des Publikums; 2011 Stadtschreiber in Klagenfurt; 2012 Villa-Rosenthal-Stipendiat in Jena; Gastprofessor University of Oberin, Cleveland, USA | lebt und arbeitet in Berlin  

Der Schriftsteller Peter Wawerzinek ist gebürtiger Rostocker und wuchs in verschiedenen Heimen und bei Pflegefamilien auf. Er studierte an der Kunst-hochschule Berlin Weissensee und war in den 1980er Jahren als Perfor-mance-Künstler und Stehgreifpoet in der Ostberliner Literatenszene im Stadtteil Prenzlauer Berg aktiv. Wawerzinek veröffentlichte nach der Wende eine Sammlung von Parodien zur DDR-Literatur, danach skurrile experi-mentelle Prosatexte in einer atemlosen Prosa über einen Außenseiter der DDR-Gesellschaft. Weitere Werke Wawerzineks wie sein preisgekrönter Roman "Rabenliebe" sind stark autobiografisch geprägt und haben die Heimatregion des Autors, Mecklenburg-Vorpommern, zum Thema. Wawerzinek schreibt auch Songs und journalistische Texte, verfasst Hörspiele und dreht kleine Filme.

Abbildung: Ausschnitt aus der Leseprobe „Dylan Thomas“, 2013

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