September


  Eva Bruszis - Grafik/Zeichnung  

geboren 1944 in Leobschütz (Oberschlesien) | 1962-66 Studium der Kunsterziehung und Slawistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig | 1966-83 Fachlehrerin für Kunsterziehung und Russisch in Eilenburg und Erfurt | 1983-2004 Künstlerische Mitarbeiterin an der Universität Erfurt | 1988-90 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig | Einzelausstellungen (Auswahl): 1992 Galerie der Schlesischen Universität, Cieszyn/Polen; 1993 Galerie Im Uhrturm, Dierdorf; 1994 Galerie Volksbank, Duderstadt; 1995 Galerie Bader, Eilenburg; 1996 Saalegalerie, Saalfeld; 1997 Galerie am Johannesplatz, Jena; 1998 Kreisheimatmuseum Bad Frankenhausen; 1999 Galerie Profil, Weimar | 2000 Haus Dacheröden, Erfurt; 2001 Galerie der Hauptgeschäftsstelle der AOK Erfurt; 2002 Galerie Spiekermann & Co. AG, Osnabrück; 2003 Galerie Koch, Freiberg; 2004 Galerie im Landratsamt, Arnstadt; 2005 Galerie des VBK Thüringen, Erfurt; 2006 Sparkasse Arnstadt/Ilmenau; 2008 Grafikmuseum, Bad Steben | lebt und arbeitet in Erfurt.

Eva Bruszis Arbeiten gehen den widersprüchlichen Seelenzuständen menschlicher Existenz in feingliedrigen oft in Mischtechniken hergestellten Werken nach. Menschen und Dinge entwickeln in ihren Blättern eigenwillige Bezüge zueinander, ihre äußere Erscheinung wird verändert, gebrochen oder relativiert. Dennoch wirken die Bilder mit ihren komplexen Farb- und Formkompositionen einladend  und harmonisch. Formen und Mythen alter Kulturen bezieht die Künstlerin in ihre Arbeiten mit ein. Besonders das Geheimnisvolle fasziniert sie, das in überlieferten Zeichen und Bildern mit zum Ausdruck kommt.

Abbildung: Ausschnitt aus „Schwestern im Geiste“ Aquatinta, Zeichnung, Farbdruck von eingewalzten Metallplatten, 1997

  Sarah Bodil Hansen - Grafik/Zeichnung/Design  

geboren in Kopenhagen | 2006-09 Design Studium an der Königlich Dänischen Kunstakademie – Schule für Design, Kopenhagen (Bachelor Abschluss)| seit 2007 Mitgliederin der Fyns Grafiske Værksted | 2009-12 Design Master Studium an der Königlich Dänischen Kunstakademie – Schule für Design, Kopenhagen (Master der Bildenden Künste) | 2009 Austausch Programm an der Aalto Universität Helsinki, Studium am Media Labor (Tongestaltung und Musik) und an der Kunst Abteilung (Lithografie und Holzschnitt Drucktechniken) | 2012 NAPA (Nordische Institute in Grönland), Reise- und Ausstellungsstipendium für „Imagined Space – Blog P cultur night“ in Nuuk, Greenland | 2010 Einzelausstellung der Graphik Kunst, „Fyns Grafiske Værksted“, Odense | Gruppenausstellungen u.a.: 2009 Aquatinta Kupfertiefdrucken, „Galleri Under Vand“, Kopenhagen; 2010 Ausstellung der Druckgrafiken und Illustrationen, „Galleri Progress“, Horsens; 2012 MFA Projekt Ausstellung „Imagined Space – Blok P“, Nuuk; 2012 MFA Projekt Ausstellung, Königlich Dänische Kunstakademie, Kopenhagen | 2011 Kunst Leiterin der Co-Design Gruppe an der Königlich Dänische Kunstakademie | lebt und arbeitet in Kopenhagen.  

Sarah Bodil Hansen arbeitet mit Lithografie, Aquatinta, Kupferstich und Illustration. Sie hat Auftragsarbeiten für zahlreiche Institutionen ausgeführt, unter anderem für die „Dagbladet Information“, das „Irish literary magazine“ oder „The South Circular“. 2012 reiste sie im Rahmen eines Stipendiums für „Imagined Space – Blog P cultur night“ der NAPA nach Nuuk, Grönland und realisierte zusammen mit der Designerin Matylda Rasmussen ein Projekt über demolierte Apartments in „Blok P“ in Nuuk (Grönland) und präsentierte dies in Form einer audio-visuellen Installation. 

Abbildung: Ausschnitt aus dem Cover für das dänische Literaturmagazin „Tidsskriftet Slagtryk“, Dezember 2012

  Hans W. Koch - Komposition  

geboren 1962 in Heidenheim | 1983-84 Studium der Ägyptologie, Altorientalistik und Religionswissenschaften an der Universität Tübingen; 1984-88 Lehramtstudium;   1988-95 Studium an der Musikhochschule Köln (Tonsatz); 1995 Kompositionsdiplom an der Hochschule für Musik, Köln | Stipendien/Preisen u.a.: 2000 Stipendiat des Internationalen Bildhauersymposion Lindabrunn/Österreich; 2002 Stipendiat der „Villa Aurora“ in Los Angeles (USA); 2003 Einladung zu Konzert und Installation nach Tokio von „Puddles - Japanese/European Artist - exchange program“; 2010 Artist in residence am Steim für das Festival Sonic Acts XIII, Amsterdam | Aufführungen u.a: 2008 „The benchmark consort“, Club Transmediale, Berlin, Ars electronica, Linz; „Requiem für einen Flügel“, Deutzerbrücke, Köln; 2009 „luft/licht“, Medienkulturhaus, Wels; 2011 „Ein kreis von lauten leuten“, Festival blurred edges, Hamburg | seit 2012 Lehrbeauftragter für Hybrid Sound Computing, Institut für Musik und Medien, Robert Schumann Hochschule, Düsseldorf | lebt und arbeitet in Köln   

Hans W. Koch beschäftigt sich als Künstler am liebsten mit dem Offensichtlichem, aber nicht Naheliegendem. Dies kann sich ebenso auf den Gebrauch von Haartrocknern als kybernetischen Maschinen wie die sehr wörtlich genommene Verwendung von Laptops als Musikinstrument beziehen. Auch in der Arbeit mit klanglichem Material nimmt er die Dinge beim Wort, wie zum Beispiel in der Installation „Circle of fifths“, wo der virtuelle Tonraum des Quintenzirkels mittels 12 Lautsprechern in den realen Raum übersetzt wird. Koch betrachtet Kunst im Allgemeinen als Ausformung von Gedanken in unterschiedlichen Materialien und zieht konzep- tionelle Ansätze vor: mehr Gedanke, weniger Material.

Abbildung: Ausschnitt aus „bandoneonbook“ Laptop Soloperformance, Kunstraum Peng, Mannheim, 2007 Foto: Claus Stolz

  Christoph Kuhn - Literatur  

geboren 1951 in Dresden | Ausbildung und Studium der Augenoptik in Jena | Fernstudium am Literaturinstitut in Leipzig | seit 1989 freischaffender Autor | Stipendien u.a. in Amsterdam, Wiepersdorf, Visby, Stuttgart und Rhodos | 1995 Stadtschreiber in Halle | begleitete Kurse für kreatives Schreiben an Schulen, Volkshochschulen und Akademien | u.a. Mitglied des Verbandes der Schriftsteller, des Friedrich-Bödecker-Kreises und des Kulturwerks deutscher Schriftsteller Sachsens | Veröffentlichungen u.a.: 1997 „Die Leseratte Misram“, Gedichte und Geschichten für Kinder; 1999 „Wie gut, dass bei uns alles anders ist“, Ost-West Dialog; 2003 „kein tagesthema“, Gedichte; 2005 „Tatjanas Zimmer“, Erzählungen; 2006 „Der kleine und der große Klaus“, Theaterstück | lebt und arbeitet in Halle  

Christoph Kuhn nimmt sich die Sprache vor. In seinen Glossen, die in der evangelischen Wochenzeitung „Der Sonntag“ erscheinen, untersucht er die Herkunft von Wörtern und hinterfragt ihren Gebrauch. Warum sind Überschriften so martialisch? Was sagen wir, wenn wir englisch reden? Kann man frei nach Jandl " lechts" und " rinks" verwechseln? Kuhn untersucht Debatten, schaut in Rettungspakete und findet: immer wieder Worthülsen. Zweifellos lässt sich aus diesen Glossen des begabten Schriftstellers ein kleiner und interessanter Band zusammenstellten. Kolumnen zur Alltags- und Mediensprache, die Kuhn für „Der Sonntag“ verfasste, möchte er nun in Buchform bringen.

Abbildung: Ausschnitt aus der Leseprobe aus der Kolumne „Angesagt“

  Jeanette Lindsted - Grafik  

geboren 1944 in Kopenhagen/Dänemark | 1962-66 Studium für Grafik an der Hochschule für Kunst und Design Kopenhagen | 1980-85 Grafikschule FORUM in Malmö/Schweden | Ausstellungen, u.a.: 2000 „Weiblicher Zeichner” Technikmuseum in Laholm/Schweden, „M. Rodin dites moi” Le Genie de la Bastille, Paris/Frankreich | 2001 „Ein Bild, ein Gedanke” im Museum Anna Nordlander in Skellefteå/Schweden | 2002 „Malmö-Berlin”, Tessera Art Connection in Berlin, „Drömspår” Galerie Rostrum in Malmö | 2003 „Kulturaustausch Heute” Struer Museum in Struer/Dänemark | 2005 „Zeichnen”, ArsTerra Kunstverein e.V. in Hannover | 2007 „Schwarz auf Weiss“ Kunsthalle in Landskrona/Schweden | 2009 Grafik im Kulturhaus in Trelleborg/Schweden, „Eindruck/Abdruck“ in der Galerie Tudehuset in Smygehamn/Schweden | 2010 „Sollentuna“ Edsvik Kunsthalle in der Grafikwerkstatt KKV in Malmö | lebt und arbeitet in Malmö  

Jeanette Lindsted arbeitet in erster Linie mit Holz-, Linolschnitt und Siebdruck. In den letzten Jahren nahm die Herstellung von Künstlerbüchern großen Raum ein, in denen ihre an Matisse erinnernden klaren grafischen Strukturen auf ausgewählte Texte reagieren. Jeanette Lindsted engagiert sich für die KKV-Grafikwerkstatt Malmö und deren internationale Arbeit.

Abbildung: Ausschnitt aus „Awelye“ Siebdruck, 40 x 50 cm

  Alexandra Schmidt - Drehbuch   

geboren 1978 in Berlin | 1997-2004 Erzieherin im Evangelischen Johannesstift | 1997-99 Jurastudium | 1999-2002 Praktika bei Politik, Zeitung, Radio, Film und Fernsehen | 2002-04 Studium der AV-Medienwissenschaften an der Filmhochschule Potsdam | Filmstudium an der Hamburg Media School  | lebt und arbeitet in Berlin  

Nach ersten eigenen Filmen wie „Die kleine Giftmischerin“, „Dow Jane Index“ und „Rabenmutter“ treffen sich in  Alexandra Schmidts jüngstem Film „Du hast es versprochen“ (2012) ehemals beste Freundinnen nach 25 Jahren wieder und beschließen, gemeinsam auf die Insel ihrer Kindheit zu reisen. Dort gehen sie dem Verschwinden eines Mädchens nach und stoßen auf eine schreckliche Wahrheit. Schmidts aktuelles Drehbuch „Qual“ handelt von Anne, einer jungen Frau, die mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter von der Großstadt in ein kleines abgeschiedenes Dorf zieht. Sie ist schwanger und will einen Neuanfang. Doch die Dorfbewohner mögen keine Fremden. Zum Glück gibt es Clara, die freundliche alte Nachbarin...

Abbildung: Ausschnitt eines Filmstills aus dem Spielfilm „Du hast es versprochen“, 2012

  Regina Stiegeler - Grafik  

1981 geboren in Augsburg | 2001-02 Studium der Kunstwissenschaften und Romanistik, Universität Erlangen-Nürnberg | 2002-10 Studium der Grafik/Malerei, Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle | 2006-07 Auslandstudium an der Kunsthochschule Wroclaw, Polen | 2010-12 Meisterschülerin bei Prof. Thomas Rug, Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle | seit 2011 Dozentin für Photogravure | 2012/13 Lehrauftrag für Photogravure an der Kunsthochschule Berlin Weißensee | Preise/Stipendien: 2004 2. Preis Illustrationswettbewerb, Stiftung Wittenberg; 2009-10 Projektförderung des Landes Sachsen-Anhalt, Forschung der Photogravure; seit 2010 Vertreten in der grafischen Sammlung der Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalts; 2013 Preisträgerin der Leipziger Buchmesse | lebt und arbeitet in Halle  

In Anlehnung an die erste erhaltene Fotografie um 1826 von Joseph Nièpce „Blick aus dem Arbeitszimmer“, möchte die Künstlerin während ihres Stipendienaufenthalts mit einer Camera Obscura den Blick aus ihrem Arbeitszimmer im Künstlerhaus Lukas auffangen. Eine selbstbezogene Photogravure-Druckplatte wird in die Camera eingespannt und für ungefähr zwei bis drei Tage belichtet. Das Vorhaben führt Stiegelers künstlerische Fragestellung konsequent weiter und zeigt, wie bildnerische Anlässe aus den spezifischen und im Vergleich zu vorausgehenden Abbildungsmöglichkeiten fotografischer Vorlagen erweiterten bildsprachlichen Möglichkeiten der Technik heraus generiert werden sollen. 

Abbildung: Ausschnitt aus „Universum“, Photogravure, 8 x 11 cm, 2012

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