März

  Gregor Gleiwitz (Berlin) - Malerei  

Der Maler Gregor Gleiwitz, geboren 1977 in Polen, emigrierte 1989 nach Deutschland und studierte an den Kunstakademien von Mainz und Münster. Gleiwitz’ Malerei charakterisiert ein dynamisches Spiel zwischen dem Her- vortreiben von Formen und ihrem Verschwinden. Aus der verdichteten, differenzierten malerischen Oberfläche seiner Bilder schälen sich Figura-tionen, Körperformen und Fragmente heraus, ohne sich jemals zu einer Figur zu festigen. Seine Bilder beharren auf ihrem Erscheinen und verbleiben im Werden. Während seines Arbeitsaufenthaltes im Künstlerhaus Lukas möchte er sich mit Plainairmalerei auseinander setzen, in seine Portraitmalerei ein- fließen lassen und tagebuchartig den Einfluss der Umgebung auf das Portrait darstellen. Gleiwitz erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, u.a. der Cité Internationale, Paris (2008), und nahm an verschiedenen Einzel- und Grup- penaustellungen teil, u. a. „Im Reflex des Erkennens ist das Gegenüber sicht- bar”, Galerie Manzoni Schäper, Berlin, „Malerei 2012”, Kunstmuseum Gelsen-kirchen (2012), „Nachdunkeln“, Grafisches Kabinett Düsseldorf, „a head ago“, Kunstraum Morgenstrasse, Karlsruhe (2011) und „New Media Pers- pective”, Organhaus, Chongqing/ China (2011). Gregor Gleiwitz lebt in Berlin.

Abbildung: „NONprofit“, Öl auf Ausstellungswand, 276 x 207cm, 2015
  Nikolas Hoppe (Hildesheim) - Prosa  

Nikolas Hoppe, 1986 in Bremen geboren, studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim, war Mitherausgeber der Literaturzeitschrift BELLA triste und lebt in Hildesheim. Für seine Prosa wurde er zum 14. Klagenfurter Literaturkurs des Ingeborg Bachmannpreises eingeladen, erhielt das Bremer Autorenstipendium (2009) sowie das Arbeitsstipendium des Landes Niedersachsens (2013) und nahm an der Autorenwerkstatt des Literarischen Kolloquium Berlin teil (2014). Nikolas Hoppe arbeitet in Ahrenshoop an seinem aktuellen Schreibprojekt, einem Coming of Age Roman mit Handlungsort in Uganda, Ostafrika. Er handelt von Piloten der UN, die I‘m a pilot sagen, I‘m a pilot! I‘m a pilot!, aber auch von Ernest Hemingway, der I feel wonderful!, sagt, I think my luck is running very well! Auf jeden Fall geht es um Simba, der sagt: Ich werd‘ mal König vom Geweihten Land und um Scar, der sagt: Uuuiiii tooll. Um einen Amerikaner, der THREE TWO ONE BUNGEEEEEE! sagt, geht es überhaupt nicht. Eher geht‘s um Japanerjungs, ihr Drink and sing: the dark night is ahead of us. Um das, was der Boda-Boda Fahrer zwei Mal sagt, geht es nur am Rand: We cannot die. It is impossible.  

Abbildung: Leseprobe aus dem Romanprojekt „Ich bin da“ (Arbeitstitel)

  Rolandas Marčius (Klaipėda/Litauen) - Malerei  

Rolandas Marčius, 1974 in Klaipėda/Litauen geboren und aufgewachsen, hat Malerei an der Vilnius Kunstakademie und an der Universität Klaipėda studiert. Von 1998-2009 lebte er in den USA und kehrte dann nach Klaipėda zurück. Realistische Porträts und die Ästhetik von Röntgenstrahlung ziehen sich durch Rolandas Marčius aktuelle Arbeiten. Röntgenbilder inspirieren ihn aufgrund ihrer dualen Ästhetik: der des Nichtsehbaren und der des Durchblickens. Er sucht nach Verbindungen zwischen Emotionalem, Natürlichem und Physischen. Dieses Ziel birgt vielschichtige Deutungsweisen und eine Fülle von Farben. Seine Werke wurden in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u.a. „Can’t remember your face”, Galerie „si:said”, Klaipėda/LT (2013), „Outcrops”, KCCC Exhibition Hall, Klaipėda/LT (2012), „Immortal are mortal, mortal immortal…”, Baroti Galerie, Klaipėda/LT (2008), „Selfportraits”, Art Library, Klaipėda/LT (2006). Er nahm u.a. teil an der 15. Vilnius Painting Triennale, “Painting and Its Contexts”, CAC, Vilnius/LT (2013), zeigte Arbeiten in “Collected”, Art Sites Gallery, Riverhead, NY/USA (2011) und in der Ciurlionis Art Gallery, Chicago/USA (2008). Rolandas Marčius lebt und arbeitet in Klaipėda.  

Abbildung: Ausschnitt aus ohne Titel, Öl auf Leinwand, 2008
  Anja Mikolajetz (Berlin) - Kinderbuchillustration  

Anja Mikolajetz, geboren 1973 in Jena, ist Bühnenbildnerin und Grafikerin. Sie studierte Freie Kunst an der Bauhausuniversität Weimar sowie Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 2014 erhielt sie das Troisdorfer Bilderbuchstipendium mit dem dazugehörigen Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas in diesem Jahr. Ihr Buchprojekt überzeugte die Jury vor allem durch die flächigen expressiven, kraftvollen und ungewöhnlichen Illustrationen, die an die Technik der Hinterglasmalerei denken lassen und die einen neuen freien Blick abseits gängiger Vorstellungen und Asien-Klischees auf ein südostasiatisches Märchen zulassen. In Ahrenshoop wird sie das mit dem Troisdorfer Bilderbuchstipendium geförderte Buchprojekt „Das Herz des Affen“ (Arbeitstitel) fertig stellen, welches im Herbst 2015 im ALADIN Verlag erscheint. Neben dem Troisdorfer Bilderbuchstipendium erhielt sie den Gudrun-Wassermann-Buschan-Preis für Bühnenbild (2001), den Förderpreis der Sächsischen Zeitung Dresden für Ausstattung (2000) und nahm an mehreren Ausstellungen teil, u.a. „Schöne neue Welt“, Inselgalerie Berlin (2014); „Inszenierungen auf Papier“, Galerie Grünstraße, Berlin (2013) und „Bild und Szene 4“ im Stadttheater Heidelberg und im Theatermuseum Meiningen (2001). Anja Mikolajetz lebt und arbeitet in Berlin.  

Abbildung: Ausschnitt einer Grafik aus dem Buchprojekt „Das Herz des Affen“ (Arbeitstitel), 2015, ALADIN Verlag
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