September

  Sissel Bergfjord (Kopenhagen/Dänemark) – Lyrik  

Sissel Bergfjord wird an ihrem neuen Roman mit dem Arbeitstitel „Nicht mein König“ arbeiten. Die Geschichten spielen zwischen 2013 und 2014 in Däne- mark und 1972 bis 1973 in einem kleinen afghanischen Dorf während der Herrschaft des letzten afganischen Königs Zahir Shah. Wie in ihrem Debüt- roman verbindet die Autorin historische Funde und Bedeutungen mit dem heutigem Leben. 

geboren 1972 in Kopenhagen | Studium Kunstgeschichte an der Universität Kopenhagen, | 1991-1993 Studium der Malerei in Florenz und der Kunstakademie Fünen | 2003-2005 Studium Schreiben und 2010-2012 für Kinderliteratur an der Universität Aarhus | Debüt Roman 2006 „Meines Großvaters Stimme“, 2012 „Sortedam“, 2013 „Wunschdenken“, 2014 Jugendroman „Blau Wut“, Gyldendal-Verlag | 2013 Michael-Strunge Preis für „Sortedam“

Abbildung: Leseprobe aus „Meines Großvaters Stimme“, Gyldendal-Verlag 2006

  Renata De Bonis (São Paulo/Brasilien) - Malerei/ Installation  

Renata de Bonis ist Malerin und Bildhauerin und ist Austauschstipendiatin unseres isländischen Kooperationspartner NES-Skagaströnd. Ihre raum- greifenden Installationen arbeiten mit der Senkung von Erwartungen, um auf die ihr wichtigen Probleme unserer Zeit und ihre damit verbundene künstler- ischen Aussage aufmerksam zu machen. Sie nutzt dabei im Bildhaften eine Erzählstruktur z.B. durch serielle Anordnungen im Raum. Themen wie Wüste oder Naturwege werden u.a. hinsichtlich der Rückzugsmöglichkeit für den Menschen oder der Möglichkeit der potentiellen Nutzbarkeit durch die Aufwertung von unbeachteten Details verdeutlicht.  

geboren 1984 in São Paulo/Brasilien | 2006 Studium der Bildenden Kunst durch die Fundação Armando Alvares Stiftung (FAAP) | Mitglied der Gruppe „2000e8“ in São Paulo, deren Ausstellungen große Aufmerksamkeit in den Medien in Brasilien ernteten. 

Abbildung: Detail der Installation „Suíte“, 2014
  Olli Heikkonen (Helsinki/Finnland) - Lyrik  

Der Gegensatz zwischen Zivilisation und Natur ist zentral für die Poesie des ostfinnischen Autors, wobei die Stadt meist seiner Lyrik fern bleibt und nur in Form von Randbezirken und Vororten auftaucht. Dabei überblickt er die Welt mit den Augen eines Elchs oder einer anderen Seele, indem er sich bewußt auf den Schamanismus bezieht, einer Kultur in Finnland mit einer extrem langen und mächtigen Tradition. Auf diese Weise als Mittler zwischen Mensch und Natur sichert der Dichter die Natur im Interesse der mensch- lichen Spezies, die vergessen hat, dass „die Einfachheit von Licht wurzelt in der Tiefe aus Lehm und Schlamm“. Sein preisgekrönter Debütband „Die Sonne Yakutions“ beschäftigt sich mit der Erkundung eines imaginären Sibiriens.  

geboren 1965 in Kontiolahti/Finnland | 2000 erste Veröffentlichung Gedichtband „Die Sonne Yakutiens“ erschienen im Tammi Verlag | 2000 Literaturpreis der finnischen Tageszeitung „Helsingin Sanomat“| 2003 erschien sein zweiter Gedichtband „wie das Land Musik bekam“ (Tammi Verlag) | 1999 Poetry Award of the Finnish Cultural Foundation | 2000-07 etliche Stipendien und Förderpreise u.a. von der Arts Council Finland, der Alfred Kordelin Foundation und der Finnish Cultural Foundation

Abbildung: Leseprobe aus „Europoesie“ Zeitschrift der Europäischen Akademie der Poesie, 2004
  Robert Moreau (Malmö/Schweden) - Skulptur/Installation  

In seinen Videoarbeiten und Installationen, Fotografien oder Zeichnungen verarbeitet Robert Moreau die Beziehung von Raum und unseren selbst erzeugten Maßstäben und wie diese Einfluss auf unsere Erfahrung in der Wirklichkeit ausüben. Dazu baut er Modelle, die er verfilmt, um letztlich auf die Kapazität unserer eigenen Erfahrung und die Faszination künstlerischer Erfahrbarkeit hinzuweisen. Diese in einem Kontext unserer eigenen Vergänglichkeit und und unserem derzeitigen Sein.  

geboren 1960 | 1985-1987 Eastern Grevieparken CHR Testlinie | 1989-1993 Studium am Malmö Art School Forum | 1994-1996 Studium an der Royal Danish Academy in Kopenhagen | 1996-1997 Studium an der Malmö Art Academy | Ausstellungsbeteiligung (Auswahl): 2005 Art Society Aura, Lund; 2004 Här står du, Volksbewegungen Arts Promotion; 2003 Gävle Art Centre, Gävle; Häringe Schloss, Nynashamn; 2002 Kristianstad Kristianstad Konsthall; 2001 Skåne Art, Malmö | lebt und arbeitet in Malmö

Abbildung: „Kloster (Monastery)“, Modell, 2014

  Ronya Othmann (Leipzig) - Prosa  

Ronya Othmann schreibt Lyrik und Prosa. Im Moment arbeitet sie an einer Sammlung von kürzeren Erzählungen, in denen sie unter dem der Geofor- matik entliehenen Titel „Vermessungen“ Abstände von Mensch zu Mensch, von Vergangenheit zu Gegenwart, von eigener Heimat zu der des eigenen Vaters, der Mutter zur Tochter oder von zwei Reisenden u.a. mehr untersucht.  

geboren 1993 in München | Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig | 2012/2013 Teilnahme an dem einjährigen Kunstprojekt International Munich Art Lab | Auszeichnungen (Auswahl): 2008 1. Preis des Schreibwettbewerbes der Zeitung Neckar, 2. Preis „Jugend schreibt“ - Tom-Sawyer-Preis der Stadt Rees; 2013 Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis München; 2014 Putlitzer Preis des Literaturvereins 42er Autoren e.V. Kiel; 2015 20. MDR Literatur- wettbewerb | seit 2011 Organisation offene Bühne für Literaten „Lese.Zeichen“ in München 

Abbildung: Ausschnitt einer Leseprobe der Kurzgeschichte „Zurückkehren“ aus der Sammlung „Vermessungen“, 2012

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