März

  Anja Frisch (Berlin) – Prosa  

Die 1976 in Siegen geborene und heute in Berlin lebende Autorin begann 1995 in Frankfurt/Main an der Goethe-Universität Germanistik, Romanistik und Philosophie zu studieren und wechselte 1997 ans Deutsche Literaturinstitut Leipzig. Sie nahm 2005 an der Finalrunde des 13. open mikes der Literatur-werkstatt Berlin teil. 2006 erschien ihr Erzählungsband „Schneehase“ im Luchterhand Verlag. Seit 2012 schreibt sie u.a. für die Radiosendung Ohren- bär - Radiogeschichten für kleine Leute (rbb, wdr, ndr).

Die Autorin Anja Frisch arbeitet derzeit an ihrem ersten Jugendroman. Im Alter von 14 Jahren gehören Veränderungen zur Tagesordnung, doch Lenas Welt gerät auf schmerzliche Weise aus den Fugen, als ihre Mutter stirbt. Plötzlich ist nichts mehr so wie es war. Der große Bruder heiratet und Lena zieht mit ihrem Vater aus Berlin nach Brandenburg aufs Land. Doch so friedlich und eintönig, wie das Leben dort zunächst scheint, ist es nicht.

Abbildung: Leseprobe aus dem Jugendroman „LENA“ (Arbeitstitel), 2016.

  Daniel Dorsch (Berlin) – Komposition/Installation  

Der 1968 in Warnemünde geborene und heute in Berlin lebende Komponist und Musiker beschäftigt sich nach einer klassischen Klavierausbildung und Orgelunterricht seit 1988 mit dem Synthesizer, dem Saxophonspiel, nordindischer und elektronischer Musik.  

Daniel Dorsch ist Musiker, Komponist und Sound-Designer. Er erschafft Klanginstallationen an Theaterhäusern wie den Kammerspielen in München, am Thalia Theater Hamburg, am Maxim Gorki Theater Berlin und an freien Produktionsstätten wie dem HAU oder den Sophiensälen Berlin. Durch die Integration von Computertechnologie als Spielhilfe entstehen neue Spiel-techniken und neue Klangmöglichkeiten, die er selbst zwischen Klangin- stallation und Konzert beschreibt und die bis in die Theatermusik reichen.

Abbildung: Ausschnitt aus der Klanginstallation „AT THE ELE-META-PHONE “,
im DEPO / Tütün Deposu Istanbul, 2014

  Björn H. Katzur (Kiel) – Gewinner des Jury-Preises des Wettbewerbes „Master of Slam 2015“  

Der 1981 in Hannover geborene und in Kiel studierte Biologe und Psychologe Björn H. Katzur ist Preisträger des Wettbewerbes „poetry-slam mecklenburg-vorpommern“, vergeben für einen einwöchigen Aufenthalt im Künstlerhaus Lukas in Kooperation mit der Staatskanzlei und dem Landesmarketing Mecklenburg-Vorpommern. Der immer wieder schreibende und angehende Wissenschaftler nutzt gern Formate wie das Hörspiel, Lesebühnen oder Zeitschriften, um mit seinen Texten an die Öffentlichkeit zu gehen. Für die Form des Poetry-Slam begeistert er sich erfolgreich, u.a. gewann er die Teilnahme an einem von „arte“ gesponserten Poetry-Slam-Workshops mit anschließendem Gala-Auftritt in Metz. Seit 2013 ist er Mitglied der Kieler Lesebühne „Lesus Christus“ und arbeitet im Hörspielbereich lokaler Sender.  

Abbildung: eseprobe aus „Nullbocko, der Clown“, 2014
  Viivi Nieminen (Helsinki/Finnland) – Fotografie  

Die 1980 in Vantaa (Finnland) geborene Künstlerin lebt und arbeitet in Helsinki, wo sie auch an der Universität für Kunst und Design Helsinki Fotografie studierte.  

Analoge Farbfotografie ist die Grundlage der Arbeit der finnischen Künstlerin Viivi Nieminen. In ihren Installationen arbeitet sie aber auch mit Text und Video. Subjektive Erinnerungen an das Haus ihrer Großeltern wie in der Arbeit „Iclude Kultatyttö ja muita juttuja“ (Golden Girl und andere Geschichten) oder Beziehungen zu literarischen Texten wie in „Ich füllte meine Hand mit Sand und nannte es Gold“, inspiriert von der Unruhe in Fernando Pessoas Romanen, regen Viivi Nieminen an, die Mehrdeutigkeit, Fremdheit oder Tagträume unseres Daseins zu untersuchen.

Abbildung: Ausschnitt aus der Serie „I Filled My Hand with Sand and Called It Gold - 2015“, c-print, 73x73 cm, 2015 

  Esra Oezen (Braunschweig) – Objekt/Installation  

Die 1986 in Wolfsburg geborene und in Braunschweig lebende Künstlerin studierte Kommunikationsdesign, Kommunikationskunst und Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig und war 2015 Meisterschülerin bei Prof. Corinna Schnitt.

In ihren Werken untersucht Esra Oezen ihr verwendetes künstlerisches Medium im jeweils präsentierten oder genutzten Kontext. Gleichzeitig thema-tisiert sie in diesem Arbeitsprozess die selbstreferentiellen Aspekte des ausgewählten Mediums. Das können, Bücher, Zeichnungen, Texte oder einzelne Worte sein, die sie in praktischen Annäherungen beispielsweise in Installationen mit der ihr eigenen Bildsprache präsentiert.

Abbildung: Ausschnitt aus „Dasselbe noch einmal, immer wieder – einen Anfang machend.“ Video (6:39 Min.), 37 s/w-Abzüge auf Baryt, 30 x 40 cm, 2012

  Dorota Stroińska (Berlin) – Übersetzung ins Polnische  

Die 1965 in Poznań (Polen) geborene Übersetzerin studierte Germanistik und Slawistik an der Adam-Mickiewicz-Universität Poznan, der Freien Universität Berlin und der Columbia Universität New York. Regelmäßig moderiert sie Veranstaltungen und Lesungen im Rahmen des Weltlesebühne e.V. zu Übersetzerthemen. 1998 wurde sie mit dem Übersetzerpreis des polnischen Übersetzerverbandes ausgezeichnet. Seit 2013 ist sie Mitarbeiterin der S. Fischer Stiftung. In Ahrenshoop arbeitet sie an der Übersetzung von „Kruso“ von Lutz Seiler.

Die Übersetzerin Dorota Stroińska versteht sich als Vermittlerin polnischer Literatur in Deutschland und umgedreht. Seit 1994 übersetzte sie u.a. Werke von Karl Jaspers, Rüdiger Safranski, Sibylle Lewitscharoff oder Ilse Aichinger aus dem Deutschen ins Polnische oder von Wojciech Kuczok und Kindersachbücher aus dem Polnischen ins Deutsche. Wichtig sind ihr die Deutsch-Polnischen Übersetzerwerkstätten, die sie seit 2006 in Krakau, Berlin, Warschau oder Zürich organisiert und leitet. Der 2006 von ihr ge- gründete bilaterale „Sztamtysz“ bietet monatliche Workshops für Literaturübersetzer*innen aus beiden Sprachen.

Abbildung: Leseprobe aus der Übersetzung von Lutz Seiler „Kruso“, 2016

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