Mai

  Marion Brasch (Berlin) – Prosa  

Marion Brasch wurde 1961 in Berlin geboren, wo sie auch lebt. Die gelernte Schriftsetzerin arbeitete in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR. 1987 begann sie als Musikredakteurin beim Jugendsender DT64. Heute arbeitet sie als freie Rundfunkjournalistin und -moderatorin mit verschiedenen Programmformaten bei »radioeins« RBB.

Die Autorin und Rundfunkjournalistin Marion Brasch entstammt einer Familie deutsch-österreichischer Kommunisten mit jüdischen Wurzeln. Ihr Vater Horst Brasch bekleidete nach seiner Rückkehr aus dem politischen Exil in Großbri- tannien 1946 diverse hohe Ämter in der Kulturpolitik der DDR, ihre Mutter Gerda Brasch (1921-1975) war Journalistin. Sie ist die Schwester der Schriftsteller Thomas Brasch und Peter Brasch sowie des Schauspielers Klaus Brasch. Die Geschichte ihrer Familie hat sie in ihrem Roman „Ab jetzt ist Ruhe. Roman meiner fabelhaften Familie“ verarbeitet, der 2012 im S. Fischer Verlag erschien. Derzeit bereitet sie ihren neuen Roman „Kollision“ (Arbeitstitel) vor.

Abbildung: Leseprobe aus dem Roman „Wunderlich fährt nach Norden“, 2014

  Werner Buhss (Berlin) – Prosa  

1949 in Magdeburg auf die Welt gekommen, wuchs Werner Buhss in Frank- furt (Oder) auf. Von 1968 bis 1973 studierte er an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam in Babelsberg. Zwischen 1975-1981 war er als Theaterregisseur tätig u.a. am Theater in Eisleben, in Rudolstadt, in Tarnovo, in Sofia, in Karl-Marx-Stadt und in Dresden. Danach arbeitete er bis 1983 freiberuflich für das DEFA-Studio für Dokumentarfilme. Der seit 1981 freiberufliche Autor und Regisseur lebt in Berlin.  

Werner Buhss schrieb zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele sowie Bearbei- tungen und Übersetzungen von klassischen und zeitgenössischen Stücken (Gogol, Tschechow, Boytchev, Brüder Presnjakow, Shakespeare). 1996 wurde er mit den Mühlheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet. Er erhielt mehrere Stipendien u.a. im Künstlerdorf Schöppingen (1995) und für das Grass-Haus in Wewelsfleth (2002). In Ahrenshoop wird er das dritte seiner Stücke „Deutsche Küche“ und „Deutscher Anker“ beginnen.

Abbildung: Leseprobe aus dem Schauspiel „Deutsche Küche“, 2002

  Rudolfas Levulis (Skagaströnd/Island) – Video  

Der 1982 in Vilnius geborene und von dort kommende litauische Künstler studierte von 2001-2007 Fotografie und Medienkunst an der Kunstakademie Vilnius. Seine Werke wurden vielfach international präsentiert, u.a. „Iceland objects“ beim 28. Internationalen Filmfest Braunschweig, beim Wiz-Art Festi- val in Lviv, Ukraine; beim 26. Minimal Short Film Festival Norwegen (2014) oder beim Architecture Film Festival Rotterdam, Niederlande. Oder sein Film „Discotheque“ wurde beim Uppsala International Film Festival Schweden (2013) und der National Gallery of Art, Vilnius, Litauen (2012) gezeigt.  

Die Werke des Fotografen und Video-Künstler Rudolfas Levulis aus Litauen, der als Austauschstipendiat unseres Kooperationspartners NES-Artist-Resi- dence Skagaströnd in Island im Künstlerhaus Lukas arbeitet, sind komplexe mehrstufige und oft interaktive Arbeiten. Er verbindet dabei verschiedene Formen der Materialsammlung und unterschiedliche Präsentationsformen – von virtuellen Internetplattformen bis zu physisch erlebbaren öffentlichen Plätzen oder Milieus.

Abbildung: Ausschnitt eines Videostills aus dem Musikvideo „Landscape Of Love“ von Lulu Rouge feat. Fanney Osk, 2013
  Magdolna Szabó (Malmö/Schweden) – Malerei/Grafik  

Magdolna Szabó wurde 1958 in Devavanya/Ungarn geboren und lebt seit 1985 in Schweden. Die aus Malmö kommende Künstlerin arbeitet als Aus- tauschstipendiatin der Grafikwerkstatt KKV Malmö im Künstlerhaus Lukas. Sie studierte von 1995-1996 an der Kunstakademie Malmö und von 2006- 2007 an der Kgl. Kunstakademie in Stockholm. Sie beteiligte sich an zahl- reichen Gruppenausstellungen und Einzelausstellungen u.a. im Kunstmuseum Ystad (2011) oder in der Vänersberg Kunsthalle/Schweden. Ihre Werke befinden sich in namhaften Sammlungen Schwedens wie dem Nordischen Aquarellmuseum Skärhamn, dem Moderna Museet Stockholm oder der Nationalgalerie Irland.

“Die Grafikerin und Malerin Magdolna Szabó arbeitet fast ausschließlich mit dem Kreis als Grundform. Starke Kontraste wechseln sich mit subtilen Ver- schiebungen und zarten Nuancen ab. Den jeweiligen Mittelpunkt der Elemente arbeitet sie akzentuiert aus, der in den spielerischen oft unzähligen Über- schneidungen entsteht. Die Farben sind intensiv, manchmal fast leuchtend in ihrer Klarheit, Szabo´s Erforschung und Interpretation der Leerraumes in ihrer Malerei weckt in einer Art und Weise sowohl Freude als auch Neugier, die fast ekstatisch fühlt.“                                                        Sofie Sweger


Abbildung: Ausschnitt aus ohne Titel, Wasserfarben, 97x70 cm, 2015
  Constanze Vogt (Kiel) – Objekt/Installation  

Die 1984 in Bielefeld geborene Künstlerin studierte von 2007-2015 an der Muthesius Kunsthochschule Kiel und von 2012-2013 an der Kunsthoch- schule Weißensee. Sie erhielt den Gottfried Brockmann Preis der Stadt Kiel (2015). Sie beteiligte sich an mehreren Ausstellungen, u.a. „gelichte. Nacht- speicher 23“, Hamburg (2015) oder am interdisziplinären Experiment „Perfor- ming the Black Mountain Archive“ im Hamburger Bahnhof, Berlin (2015).


Die Arbeiten von Constanze Vogt sind von Untersuchungen über verschie- dene Medien gekennzeichnet: Zeichen- und Bildträger werden in langen Prozessen bearbeitet, um sich, mit der Zeit, selbstredend in ihren Möglich- keiten zu zeigen. An den Grenzen der Belastbarkeit des Materials werden Übergangsphänomene erfahrbar: Sie benäht beispielsweise einen Bogen Fotopapier mit der Maschine, bis sich, durch das Papier hindurch, eine Textur ergibt. Sie erhielt für Ahrenshoop ein zweimonatiges Projektstipendium, deren Ergebnisse anlässlich von „KUNST HEUTE - Tage der zeitgenössischen Kunst in M-V“ Ende September 2016 im Künstlerhaus Lukas in einer Sonderaus-stellung gezeigt werden.

Abbildung: Ausschnitt aus „stanze“, Papier, gestanzt, 500 x 150 cm, 2012-2015

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